20 March 2026, 22:05

3-Millionen-Betrug: Krankenschwester und Apotheker vor Gericht in Köln

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Americans zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie andere Länder, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

3-Millionen-Betrug: Krankenschwester und Apotheker vor Gericht in Köln

In Köln müssen sich eine Krankenschwester und ein Apotheker wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einem 3-Millionen-Euro-Betrug zu Lasten von Krankenkassen vor Gericht verantworten. Den beiden wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von zwei Jahren teure, unnötige Wundauflagen abgerechnet zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, dabei vorsätzlich und in krimineller Absicht zusammengearbeitet zu haben.

Zwischen Februar 2020 und Juli 2022 soll die Krankenschwester gefälschte Rezepte für ein Produkt namens SymbioInfekt TheraKit besorgt haben. Jede Packung kostete rund 3.400 Euro, wobei die Versicherungen für Behandlungen in Rechnung gestellt wurden, die nie stattfanden. Ihr Pflegedienst reichte die Abrechnungen ein, während der Apotheker angeblich den Großhandelspreis einbehielt, nachdem er ihr einen Rabatt von 10 Prozent gewährt hatte.

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Der Apotheker bestreitet, von dem Betrug gewusst zu haben. Vor Gericht erklärte er, er habe sich auf die Zusicherung verlassen, dass die Abrechnungen korrekt seien und die Kosten niedriger lägen als angegeben. Die Staatsanwaltschaft hingegen argumentiert, beide Angeklagten hätten bewusst gehandelt, um die Kassen zu täuschen.

Bisher wurden von den zu Unrecht erlangten 3,6 Millionen Euro rund 900.000 Euro zurückerstattet. Sollte der Apotheker verurteilt werden, müsste er den vollen Betrag in monatlichen Raten von 10.000 Euro begleichen. Die Rückforderung von Geldern vom Geschäftspartner der Krankenschwester gilt hingegen als unwahrscheinlich, da das beteiligte Unternehmen inzwischen insolvent ist.

Das Verfahren dauert an, während die Behörden versuchen, die verbleibenden 2,7 Millionen Euro zurückzuholen. In deutschen Gesundheitsdatenbanken gibt es keine offiziellen Eintragungen zum SymbioInfekt TheraKit, was weitere Fragen aufwirft. Das Urteil wird entscheiden, ob der Apotheker die ausstehende Summe in voller Höhe zurückzahlen muss.

Quelle