9. November: Solingen gedenkt der Geschichte und bekennt sich zu Toleranz und Frieden
Finn Hoffmann9. November: Solingen gedenkt der Geschichte und bekennt sich zu Toleranz und Frieden
9. November – ein Datum von tiefer Bedeutung in der deutschen Geschichte
Der 9. November steht in der deutschen Geschichte für sowohl tragische als auch hoffnungsvolle Momente. An diesem Tag hat der Solinger Stadtrat seine Verpflichtung zu Toleranz, Erinnerung und internationaler Solidarität erneut bekräftigt. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Stadt vergangene Gräueltaten reflektiert und sich gleichzeitig für Frieden und den Schutz aller einsetzt.
Die vom Oberbürgermeister Tim O. Kurzbach und den Ratsmitgliedern unterzeichnete Resolution ehrt die Opfer der Shoah und anderer Konflikte. Sie erinnert zudem an die Novemberpogrome von 1938, als jüdische Gemeinden in ganz Deutschland gewaltsamer Verfolgung ausgesetzt waren.
Gleichzeitig würdigt der Rat den 9. November 1989 als den Tag, an dem die Berliner Mauer fiel – ein Ereignis, das die Teilung des Kalten Krieges beendete und den Weg zur deutschen Wiedervereinigung ebnete. Diese gegensätzlichen historischen Ereignisse prägen die Haltung der Stadt zu Menschenrechten und Versöhnung.
Solingen bietet seit Langem Schutz für Menschen, die vor Krieg, Folter oder Verfolgung fliehen – sei es aus politischen, religiösen Gründen oder wegen ihrer sexuellen Orientierung. In der Erklärung betont der Stadtrat die Verantwortung Deutschlands, jüdisches Leben zu schützen und die Partnerschaft mit Israel aufrechtzuerhalten, einschließlich der Verbindungen zur Stadt Ness Ziona. Gleichzeitig fordert er eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts, die auf gegenseitiger Anerkennung und einem Miteinander basiert.
Die Resolution unterstreicht Solingens Werte von Offenheit und Mitmenschlichkeit. Sie verknüpft historische Erinnerung mit gegenwärtigem Handeln – von der Unterstützung Geflüchteter bis zum Einsatz für demokratische Grundsätze. Indem die Stadt an der Seite Israels steht und sich für Frieden einsetzt, bekräftigt sie ihre Rolle bei der Wahrung der Menschenwürde.






