08 May 2026, 16:06

Apothekerpräsident fordert dringende Nachbesserungen bei der Apothekenreform vor Kabinettsentscheid

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Wänden, an einer Straßenecke gelegen.

Apothekerpräsident fordert dringende Nachbesserungen bei der Apothekenreform vor Kabinettsentscheid

Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein (AKNR), hat zu dringendem Handeln im Entwurf der Apothekenreform aufgerufen. Auf der heutigen Mitgliederversammlung betonte er, dass jetzt der letzte Moment sei, um vor der Kabinettssitzung am 17. Dezember noch Änderungen durchzusetzen.

Hoffmann machte deutlich, dass die Vergütung im Mittelpunkt der Reform stehen müsse. Als erste Forderung nannte er eine höhere Festgebühr, ergänzt durch alternative Finanzierungsmodelle, um den Apotheken Mehreinnahmen von 800 bis 900 Millionen Euro zu sichern. Ohne diese Anpassungen, warnte er, stehe die wirtschaftliche Existenz vieler Apotheken auf dem Spiel.

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Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat fünf zentrale Punkte im Gesetzentwurf ausgemacht, die dringend nachgebessert werden müssen. Diese Änderungen gelten als entscheidend, um die Zukunft der Apotheken zu sichern und ein stabiles ordnungspolitisches Gerüst zu erhalten. Hoffmann pochte zudem darauf, das Modell der inhabergeführten Apotheke „um jeden Preis“ zu bewahren.

Statt zu öffentlichen Protesten aufzurufen, setzt man vorerst auf den Dialog mit der Politik, um eine weitere Zuspitzung zu vermeiden. Protestaktionen wurden bis zum 17. Dezember vertagt – dem Tag, an dem das Kabinett über die Reform berät. Die erste Lesung im Bundestag ist für Ende Januar geplant.

Hoffmann bezeichnete die aktuelle Lage als „entscheidende Weichenstellung für die Gesundheitsversorgung in Deutschland“. Angesichts des gesellschaftlichen Wandels und sinkender Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung erfülle das bestehende Angebot die Bedürfnisse nicht mehr, so der Apothekerpräsident. Reformen seien unverzichtbar, um diese Herausforderungen zu meistern und die patientennahe Versorgung langfristig zu sichern.

Der Gesetzentwurf zur Apothekenreform wird am 17. Dezember im Kabinett beraten, bevor er Ende Januar erstmals im Bundestag behandelt wird. Die Apotheker fordern die Politik auf, bis dahin zentrale Punkte – insbesondere zur Finanzierung und zum Erhalt unabhängiger Apotheken – zu klären. Das Ergebnis wird die Zukunft der Apothekenlandschaft in Deutschland prägen.

Quelle