Bayer Leverkusen kämpft sich zum Remis – doch die Mittelfeldkrise bleibt
Finn HoffmannBayer Leverkusen kämpft sich zum Remis – doch die Mittelfeldkrise bleibt
Bayer Leverkusen startet mit hart erkämpftem Remis in die Champions-League-Saison 2025/26
Bayer Leverkusen hat seine Champions-League-Kampagne 2025/26 mit einem mühsam errungenen Unentschieden gegen den FC Kopenhagen eröffnet. Alejandro Grimaldos Tor nach einer Standardsituation sicherte den Punkt, doch die Partie offenbarten auch die Herausforderungen im Mittelfeld – ein Problem, das vor dem Bundesliga-Duell mit Borussia Mönchengladbach an Brisanz gewinnt. Trainer Kasper Hjulmand steht nun vor wichtigen Entscheidungen, nachdem Sperren und Verletzungen sein Team an den Rand der Belastungsgrenze gebracht haben.
Während des Spiels in Kopenhagen griff Hjulmand zu mutigen taktischen Änderungen und wechselte zweimal doppelt ein – in der 51. und 67. Minute. Diese Umstellungen veränderten die Formation von einem gewohnten 3-4-3 zu einem ungewohnten 4-2-3-1, eine Aufstellung, die die Mannschaft zuvor noch nie trainiert hatte.
Die Krise im Mittelfeld verschärfte sich weiter: Robert Andrich und Exequiel Fernandez erhielten Sperren, während Exequiel Palacios verletzungsbedingt weiterhin ausfällt. Für das Spiel gegen Mönchengladbach bleibt damit nur Rodri Garcia als einsatzfähiger zentraler Mittelfeldspieler. Hjulmand nannte Malik Tillman, Axel Tape, Lucas Vázquez und Ibrahim Maza als mögliche Ersatzkandidaten und betonte, dass die Führungsrolle nun auf mehrere Schultern verteilt werden müsse – statt auf einem einzelnen Spieler zu lasten.
Gegen Mönchengladbach wird Grimaldo die Kapitänsbinde tragen. Hjulmands Ansatz spiegelt seine Philosophie der kollektiven Verantwortung wider, auch wenn Leverkusen in dieser schwierigen Phase auf wichtige Leistungsträger verzichten muss.
Der Champions-League-Auftakt brachte zwar einen Punkt, legte aber auch die Schwächen im Mittelfeld offen. Mit Garcia als einzigem verfügbaren Sechser muss Hjulmand nun auf unerprobte Alternativen und taktische Flexibilität setzen. Wie gut sich das Team anpassen kann, wird sich bereits am kommenden Wochenende gegen Mönchengladbach zeigen.






