Berliner Start-up revolutioniert Geothermie mit CO₂-Technologie und 9,1 Millionen Dollar
Ben KönigBerliner Start-up revolutioniert Geothermie mit CO₂-Technologie und 9,1 Millionen Dollar
Factor2 Energy sichert 9,1 Millionen US-Dollar Seed-Finanzierung für bahnbrechende Geothermie-Technologie
Das Berliner Start-up Factor2 Energy hat 9,1 Millionen US-Dollar an Startkapital eingeworben, um seine innovative Geothermie-Technologie weiterzuentwickeln. Das Unternehmen setzt in seinen Anlagen statt auf Wasser auf CO₂ als primäres Arbeitsmedium – ein Ansatz, der sauberere und effizientere Energieerzeugung verspricht. Zu den Investoren zählen At One Ventures, Siemens Energy Ventures sowie weitere namhafte Unterstützer.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Geothermie-Kraftwerken, die mit Wasser oder Sole arbeiten, nutzt Factor2 Energy Kohlendioxid. Diese Methode ermöglicht den Betrieb in einem größeren Spektrum geologischer Standorte, darunter natürliche CO₂-Reservoirs oder Gebiete, die für die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) vorgesehen sind. Da weniger tiefe und hochdruckintensive Bohrungen nötig sind, sinken zudem die Kosten.
Laut Factor2 Energy liefert das Verfahren unter vergleichbaren Bedingungen bis zu doppelt so viel Leistung wie wasserbasierte Geothermie-Systeme. Die Technologie erzeugt grundlastfähigen Strom ohne Emissionen und könnte damit eine Alternative zu fossilen Brennstoffen bieten. Mit den frischen Mitteln will das Unternehmen seine Technologie nun verfeinern und eine Pilotanlage errichten.
Die Finanzierungsrunde wurde von At One Ventures angeführt, beteiligt waren außerdem der High-Tech Gründerfonds, der Gründerfonds Ruhr, Verve Ventures und Siemens Energy Ventures. Die Investoren wollen Factor2 Energy dabei unterstützen, CO₂-Speicherstandorte in aktive Energieproduzenten umzuwandeln.
Die 9,1 Millionen US-Dollar sollen den Übergang von der Entwicklung zur praktischen Erprobung ermöglichen. Die CO₂-basierte Geothermie-Technologie könnte das Angebot an erneuerbaren Energien erweitern – bei gleichzeitig geringeren Kosten und Emissionen. Die Pilotanlage wird zeigen, ob das System auch im größeren Maßstab die erwartete Leistung erbringt.






