Bundesbank will Ein- und Zweicent-Münzen durch Fünfcent-Rundung ersetzen
Nina BauerBundesbank will Ein- und Zweicent-Münzen durch Fünfcent-Rundung ersetzen
Die deutsche Bundesbank hat vorgeschlagen, Bargeldzahlungen auf den nächsten Fünfcent-Betrag zu runden. Damit würden nach und nach Ein- und Zweicent-Münzen aus dem Umlauf verschwinden. In Nordrhein-Westfalen unterstützen bereits viele Kundinnen und Kunden ähnliche Rundungsmodelle an den Kassen.
Das Ziel des Bundesbank-Plans ist es, die Kosten für die Prägung, Verpackung und den Transport der kleinen Münzen zu senken. Nach dem Vorschlag würde ein Einkauf über 3,99 Euro beim Barzahlen auf 4,00 Euro aufgerundet. Umgekehrt würde ein Artikel für 2,02 Euro auf 2,00 Euro abgerundet werden.
Mehrere europäische Länder haben dieses System bereits eingeführt. Finnland, die Niederlande, die Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland runden Bargeldzahlungen auf den nächsten Fünfcent-Betrag. Zwar hat kein EU-Land eine solche Rundung verpflichtend gemacht, doch in vielen Supermärkten Nordrhein-Westfalens können Kunden ihre Rechnungsbeträge zugunsten wohltätiger Zwecke aufrunden.
Eine Studie der Bundesbank aus dem Jahr 2023 zeigte, dass Bargeld in Deutschland noch immer etwa die Hälfte aller Ladengeschäfte ausmacht. Dies deutet darauf hin, dass eine Rundungsregel bei ihrer Einführung weitreichende Auswirkungen hätte.
Würde die Regel umgesetzt, vereinfacht sie kleine Transaktionen und verringert die Abhängigkeit von Münzen mit geringem Wert. Die Änderung brächte Deutschland in Einklang mit mehreren anderen europäischen Ländern, die bereits ähnliche Systeme nutzen. Derzeit wird der Vorschlag noch diskutiert.






