25 May 2026, 02:06

Bürgergemeinschaft Solingen blockiert Haushaltsentwurf wegen rechtlicher Mängel

Stadtetat: BfS lehnt auch Bürgermeisterentwurf ab

Bürgergemeinschaft Solingen blockiert Haushaltsentwurf wegen rechtlicher Mängel

Bürgergemeinschaft Solingen e.V. (BGS) erhebt schwere rechtliche Bedenken gegen den Haushaltsentwurf der Stadt

Die Bürgergemeinschaft Solingen e.V. (BGS) hat schwerwiegende juristische Einwände gegen den Haushaltsentwurf der Stadt vorgebracht. Die Gruppe lehnte es ab, sich an vorzeitigen Beratungen zu beteiligen, und begründete dies mit Zweifeln, ob der Entwurf überhaupt genehmigungsfähig sei. Im Mittelpunkt ihrer Kritik stehen intransparente Finanzplanungen sowie langfristige Risiken für die Stabilität der Stadt.

Ein zentraler Streitpunkt, den die BGS anprangert, ist die unklare Behandlung der sogenannten „Globalen Unterdeckung“ im Entwurf. Die entsprechende Summe werde kaum konkretisiert, sodass offenbleibe, wie die Deckungslücken geschlossen werden sollen. Zudem wirft die Gruppe dem Haushalt vor, die Einnahmen übermäßig optimistisch darzustellen, während Ausgabendruck unterschätzt werde.

Die BGS machte deutlich, dass sie keinen Haushalt unterstützen werde, der auf weitere Kompromisse mit der „Linken“ oder „Partei Die Linke“ angewiesen ist. Solche Absprachen würden ihrer Ansicht nach kommende Generationen unzumutbar belasten und die finanzielle Gesundheit Solingens gefährden. Stattdessen fordert die Gruppe von Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister die Vorlage eines überarbeiteten Entwurfs – eines, der offene Probleme direkt angeht und tragfähige Lösungen bietet.

Ein weiterer Knackpunkt ist der geplante Einsatz eines Finanzinstruments, das dem bereits abgelehnten „M-Flex“-Modell ähnelt. Die Bezirksregierung hatte ein vergleichbares Vorhaben zuvor blockiert, was Zweifel an der Haltbarkeit dieses Ansatzes aufkommen lässt. Die BGS besteht darauf, dass die Verwaltung nun endlich praktikable Antworten auf die von ihr wiederholt aufgezeigten Missstände vorlegen muss.

In der Konsequenz kündigte die Gruppe an, gegen den aktuellen Entwurf sowohl im Finanzausschuss als auch im Stadtrat zu stimmen.

Die Ablehnung der BGS lässt das Haushaltsverfahren in einer Pattsituation zurück – ohne klare Perspektive, es sei denn, es kommen substanzielle Änderungen. Ohne ihre Unterstützung muss die Stadt den Entwurf überarbeiten, um rechtliche Bedenken auszuräumen und die finanzielle Nachhaltigkeit zu sichern. Die nächsten Schritte hängen nun davon ab, ob die Verwaltung einen überarbeiteten Plan vorlegen kann, der diesen Forderungen gerecht wird.

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