Caritas kämpft um Klimaneutralität bis 2030 – doch Politik blockiert Sanierungen
Nina BauerCaritas kämpft um Klimaneutralität bis 2030 – doch Politik blockiert Sanierungen
Caritas strebt bis 2030 Klimaneutralität aller Einrichtungen an – doch ohne politische Unterstützung könnte das Vorhaben für Sozialträger in Deutschland scheitern. Die Sozialwirtschaft besitzt bundesweit rund 100.000 Gebäude, von denen viele dringend saniert werden müssen, um die Klimaziele zu erreichen. Als einer der größten Anbieter sieht sich Caritas mit finanziellen Hürden konfrontiert: Aktuelle Vorschriften verbieten es sozialen Einrichtungen, durch Stromeinsparungen entstandene Ersparnisse zur Kostendeckung zu nutzen – eine erhebliche Belastung für die Umstellung.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Kölner Klimaforums steht die soziale Immobilienwirtschaft. Caritas fordert Reformen, die Investitionen im Rahmen des ab 2027 geplanten CO₂-Preis-Systems ermöglichen sollen, das dann auch den Gebäudesektor und die Mobilität umfasst. Ohne Anpassungen droht vielen Trägern der finanzielle Spielraum für die notwendigen Maßnahmen zu fehlen.
Die Organisation pocht zudem auf Änderungen in den Sozialgesetzbüchern, um Klimainitiativen besser zu fördern. Entscheidend sei dabei die Zusammenarbeit von Bund und Kommunen, betont Caritas. Gleichzeitig warnt sie davor, dass Klimamaßnahmen nicht zu höheren Mieten für einkommensschwache Haushalte führen dürfen.
Ob das Klimaneutralitätsziel bis 2030 erreicht wird, hängt maßgeblich von politischen Weichenstellungen ab. Ohne Reformen bei Förderbedingungen und Sozialgesetzen bleibt die Transformation für viele Einrichtungen unerreichbar. Caritas setzt sich weiterhin für eine gerechte Politik ein, die ökologische Ziele mit sozialer Verantwortung in Einklang bringt.






