CDU-Spitze warnt vor AfD-Kooperation und droht mit Parteiaustritt
Spitzenpolitiker der CDU in Nordrhein-Westfalen haben vor einer Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD gewarnt. Innenminister Herbert Reul und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann betonen übereinstimmend, dass eine Kooperation mit der Partei der Demokratie und den Kernwerten der Union schaden würde.
Herbert Reul bezeichnete die AfD und ihre Ideologie als die größte Gefahr für die Demokratie. Er erklärte, er würde die CDU verlassen, falls die Partei ihre ablehnende Haltung gegenüber der AfD aufweichen sollte. Seine Position unterstreicht ein klares Bekenntnis dazu, Abstand zur rechtsextremen Gruppierung zu wahren.
Karl-Josef Laumann argumentierte, ein Bündnis mit der AfD würde die historischen Positionen der CDU zu europäischer Einheit, dem westlichen Bündnis und der NATO untergraben. Er lehnte den Vorschlag ab, die langjährige Brandmauer gegen die AfD durch eine Politik auf Basis roter Linien zu ersetzen. Laumann verwies zudem darauf, dass demokratische Kräfte die AfD in Thüringen und Sachsen bereits erfolgreich von der Macht ferngehalten hätten.
Weitere CDU-Mitglieder teilten diese Bedenken. Dennis Radtke, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der Union, warnte, eine Zusammenarbeit mit der AfD könnte die Partei in mindestens zwei Lager spalten. Der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Dennis Thering sagte voraus, es werde erhebliche interne Konflikte geben, falls die CDU nach den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland mit der AfD zusammenarbeite. Laumann fügte hinzu, die Union dürfe nicht darauf verzichten, parlamentarische Anträge einzubringen – nur weil die AfD sie möglicherweise unterstützen könnte.
Sowohl Reul als auch Laumann haben deutlich gemacht, dass sie die CDU verlassen würden, sollte diese eine Koalition oder eine aktive Partnerschaft mit der AfD anstreben. Ihre Warnungen spiegeln tiefe Gräben über die künftige Ausrichtung der Partei wider. Die Debatte entzündet sich vor dem Hintergrund der bevorstehenden entscheidenden Landtagswahlen in Ostdeutschland.






