Chaos im Stadion: Oberliga-Spiel nach Hooligan-Krawallen abgebrochen
Ausschreitungen bei Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und SG Wattenscheid 09
Bei einem Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 ist es am Samstag zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Die Polizei griff ein, um Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Hooligan-Gruppen zu unterbinden, doch die Partie wurde später abgebrochen, nachdem Pyrotechnik auf das Spielfeld geworfen worden war. Drei Anhänger des niederländischen Vereins Zwolle wurden nach den Krawallen vorläufig festgenommen.
Die Unruhen begannen, als Heimfans Pyrotechnik zündeten und Gästefans Böller explodieren ließen. Durch Sicherheitslücken kam es zu Ermittlungen, Verletzte unter Unbeteiligten gab es jedoch nicht. Der Schiedsrichter brach das Spiel ab, nachdem ein weiterer Böller auf dem Platz gelandet war, und wertete die Partie zugunsten von SG Wattenscheid.
Nach dem Spiel drangen etwa 40 Personen auf die Gleisanlagen ein, rissen Schottersteine heraus und zwangen die Bahn dazu, den Zugverkehr vorübergehend einzustellen. Ahlen-Hooligans, unterstützt von Verbündeten aus Zwolle, gerieten anschließend mit der Polizei aneinander. Ein Beamter erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange geschlagen worden war.
Die Behörden leiteten Ermittlungen wegen gewaltsamer Ausschreitungen und Angriffe auf Polizeikräfte ein. Zwei Erwachsene wurden vorläufig festgenommen, ein Minderjähriger kam in Schutzhaft.
Der Vorfall reiht sich ein in die lange Geschichte fußballbedingter Gewalt in deutschen Ligen. Vereine wie Dynamo Dresden, Energie Cottbus und der FC St. Pauli verzeichnen seit den 1990er-Jahren Dutzende ähnliche Fälle. Die Ermittlungen zu den jüngsten Ausschreitungen dauern an.






