Cloud-Technologie im öffentlichen Sektor: Fortschritte und Hürden der Digitalisierung
Finn HoffmannCloud-Technologie im öffentlichen Sektor: Fortschritte und Hürden der Digitalisierung
Neue Studie unterstreicht wachsende Bedeutung von Cloud-Technologie im deutschen öffentlichen Sektor
Eine aktuelle Untersuchung zeigt die zunehmende Rolle der Cloud-Technologie in deutschen Behörden auf – mit Fortschritten, aber auch Herausforderungen bei der Digitalisierung. Die Studie erfasst Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden über einen Zeitraum von drei Monaten im Jahr 2024.
Die Wegweiser Research & Strategy GmbH führte die Erhebung zwischen dem 29. Februar und dem 17. Mai 2024 durch. Rund 1.500 öffentliche Einrichtungen wurden befragt, die Nutzungstrends von Cloud-Diensten wurden bis zum 30. Juni 2024 ausgewertet.
Etwa 60 Prozent der Behörden betrachten die Cloud-Nutzung als unverzichtbar. Dennoch haben 55 Prozent keine direkten Erfahrungen mit der Technologie, und die Hälfte sieht sie weiterhin als reine IT-Angelegenheit. Nur 22 Prozent verfügen über eine Cloud-Strategie, und weniger als 10 Prozent halten sich vollständig an die BSI-Sicherheitsrichtlinien.
Die private Cloud ist mit 56 Prozent die bevorzugte Lösung, dicht gefolgt von der Deutschen Verwaltungscloud (DVC) mit 53 Prozent. Entscheidend sind dabei Datensouveränität und operationelle Kontrolle. Viele Behörden planen zudem, spezifische Dienstleistungen in die DVC zu verlagern – etwa Asylverfahren (70 Prozent) oder Fahrzeugzulassungen (63 Prozent).
Schulungen und strategische Unterstützung sind stark nachgefragt: 15,4 Prozent wünschen sich spezielle Cloud-Fortbildungen für Mitarbeiter, 14,6 Prozent benötigen Hilfe bei der Entwicklung von Cloud-Strategien.
Die Studie belegt einen klaren Trend zur Cloud-Nutzung im öffentlichen Sektor. Zwei Drittel der Behörden wollen in naher Zukunft Systeme migrieren. Doch mangelnde Erfahrung, fehlende Strategien und Lücken bei der Sicherheit bleiben erhebliche Hindernisse.






