Deutz AG startet radikales Sparprogramm nach massivem Nachfrageeinbruch
Finn HoffmannDeutz AG startet radikales Sparprogramm nach massivem Nachfrageeinbruch
Deutz AG kämpft mit starkem Nachfragerückgang und startet umfangreiches Sparprogramm
Der Motorenhersteller Deutz AG sieht sich mit einem deutlichen Rückgang der Nachfrage konfrontiert und hat ein umfassendes Kostensenkungsprogramm eingeleitet. Am 7. November wird das Unternehmen seine aktuellen Quartalszahlen vorlegen – ein wichtiger Schritt, um die Finanzen in einem schwierigen Marktumfeld zu stabilisieren. Bis Ende 2026 sollen durch ein 50-Millionen-Euro-Sparpaket die Ausgaben deutlich reduziert werden.
Die Umsatzprognose für 2024 wurde auf rund 1,8 Milliarden Euro nach unten korrigiert – deutlich weniger als die ursprüngliche Zielmarke von 1,9 bis 2,1 Milliarden Euro. Um die Kosten zu drücken, wurden Überstunden abgebaut und in der Produktion Kurzarbeit eingeführt.
Auch die Verwaltungsausgaben stehen auf dem Prüfstand: Die Reisekostenregelungen für Mitarbeiter wurden verschärft, und die Budgets für "Neue Technologien"-Projekte wurden gekürzt. Selbst die Forschungs- und Entwicklungsabteilung bleibt nicht verschont – hier gab es Stellenstreichungen, die auch die Innovationsteams betreffen.
Trotz dieser Herausforderungen hält das Unternehmen an seiner "Dual+"-Strategie fest: Bis 2030 soll der Umsatz auf 4 Milliarden Euro steigen, bei einer EBIT-Marge von 10 Prozent. Erst kürzlich gab es einen Wechsel in der Führungsetage: Oliver Neu übernahm am 1. Oktober die Position des Finanzvorstands (CFO).
Die Aussichten für die kommenden Jahre zeigen jedoch erste Lichtblicke: Für 2025 verzeichnete Deutz AG einen Anstieg der Auftragseingänge um 13,7 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro. Auch der Umsatz legte im Vergleich zu 2024 um 12,7 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro zu. Diese Entwicklung deutet auf eine Erholung der Nachfrage in den wichtigsten Absatzmärkten für Baumaschinen- und Agrarmotoren hin.
Das Sparprogramm zielt auf jährliche Einsparungen von 50 Millionen Euro bis 2026 ab. Mit angepassten Prognosen und einem neuen Finanzchef passt sich Deutz AG an die schwächere Marktnachfrage an, ohne dabei die langfristigen Wachstumspläne aus den Augen zu verlieren. Der nächste Quartalsbericht am 7. November wird weitere Einblicke in die Fortschritte des Unternehmens geben.






