23 May 2026, 22:08

Deutz will Thyssenkrupp Marine Systems übernehmen – ein Deal mit strategischer Bedeutung

Motorenhersteller Deutz interessiert sich für die U-Boot-Sparte von Thyssenkrupp

Deutz will Thyssenkrupp Marine Systems übernehmen – ein Deal mit strategischer Bedeutung

Der deutsche Motorenhersteller Deutz hat einen Vorstoß unternommen, um Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) zu übernehmen – eine der führenden Werften für konventionelle U-Boote. Sollte der Deal zustande kommen, würde sich Deutz damit als einer der größten Rüstungskonzerne Deutschlands positionieren. Thyssenkrupp sucht bereits seit Jahren einen Käufer für TKMS, da die Tochtergesellschaft nicht mehr zur Kernstrategie des Konzerns passt.

Deutz hatte Ende letzten Jahres ein unverbindliches Angebot für TKMS abgegeben. Unternehmenschef Sebastian Schulte kennt die Werft bereits bestens – er war zuvor deren Finanzvorstand. Diese Vertrautheit könnte in den Verhandlungen eine entscheidende Rolle spielen.

Auch andere Interessenten haben ihr Interesse an TKMS bekundet, darunter die Lürssen-Werft, der Rüstungskonzern Rheinmetall und sogar die Bundesregierung. Die mögliche Veräußerung sorgt für Aufmerksamkeit, da TKMS über entscheidendes Know-how im U-Boot-Bau verfügt – ein Bereich von zentraler Bedeutung für die nationale Sicherheit.

Die Nachricht über die mögliche Übernahme zeigt bereits Wirkung: Nach Bekanntwerden des Angebots stieg der Aktienkurs von Deutz um etwa ein Prozent. Ein erfolgreicher Deal würde die Präsenz von Deutz im Verteidigungssektor deutlich ausbauen. TKMS würde Teil einer größeren Industriegruppe, während Thyssenkrupp seine Geschäfte weiter strafft. Der Ausgang hängt nun von weiteren Verhandlungen und behördlichen Genehmigungen ab.

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