Dreiste Trickdiebe stehlen Senioren Goldketten mit falscher Freundlichkeit
Nina BauerDreiste Trickdiebe stehlen Senioren Goldketten mit falscher Freundlichkeit
Eine Serie dreister Raubüberfälle hat in Ratingen und Heiligenhaus gezielt ältere Bewohner ins Visier genommen. In beiden Fällen gaben sich die Diebe als verlorene Autofahrer aus, bevor sie wertvolle Goldketten stahlen. Die Opfer wurden dabei mit gefälschten Halsketten als Teil des Betrugs getäuscht.
In Ratingen wurde ein 73-jähriger Mann von einer Frau in einem Auto angesprochen, die nach dem Weg fragte. Nach seiner Hilfe umarmte sie ihn und legte ihm eine Kette um den Hals. Kurze Zeit später bemerkte er, dass seine eigene Goldkette gestohlen worden war.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Heiligenhaus: Dort wurde eine 79-jährige Frau von einem Mann in einem Mercedes angehalten, der ebenfalls nach dem Weg fragte. Er überreichte ihr eine Kette, bevor er davonfuhr – doch sie stellte fest, dass ihre eigene wertvolle Kette verschwunden war.
Diese Straftaten passen in ein größeres Muster in Nordrhein-Westfalen. Zwischen März 2025 und März 2026 wurden rund 150 Fälle von Betrug mit gefälschten Goldketten gemeldet. Die meisten ereigneten sich in Städten wie Köln, Düsseldorf und Dortmund, wobei die Polizei warnt, dass häufig Touristen ins Visier genommen werden.
Die Behörden suchen nun nach Zeugen in beiden jüngsten Raubfällen.
Die Betrüger nutzen Ablenkung und Täuschung, um Schmuck zu stehlen. Die Polizei ruft die Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen, zur Vorsicht auf, wenn sie von Fremden angesprochen werden. Wer Hinweise zu den Vorfällen hat, wird gebeten, sich zu melden.






