"Enter the Gungeon 2" will das Roguelike-Genre zurück zu seinen Wurzeln führen
Nina Bauer"Enter the Gungeon 2" will das Roguelike-Genre zurück zu seinen Wurzeln führen
Dodge Roll, das Studio hinter Enter the Gungeon, bereitet den Start des lang erwarteten Nachfolgers vor. Der Originaltitel, der das moderne Action-Roguelike-Genre maßgeblich geprägt hat, feierte kürzlich sein zehntes Jubiläum. Gleichzeitig äußert Designer Dave Crooks Bedenken über den aktuellen Zustand des Genres.
Enter the Gungeon erschien vor einem Jahrzehnt und verkaufte sich seitdem über 14 Millionen Mal. Der Erfolg etablierte Dodge Roll als wichtigen Akteur in der Verschmelzung von Roguelike-Mechaniken mit dem bullet-hell-Action-Gameplay. Der anstehende Nachfolger wird auf einen 3D-Artstyle umsteigen, behält aber das Kern-Gameplay bei.
Crooks jedoch sorgt sich, dass neuere Titel sich von dem entfernt haben, was Roguelikes einst so fesselnd machte. Er nannte Vampire Survivors als Wendepunkt, bei dem fortschrittsbasierte Mechaniken begannen, das traditionelle Design zu überlagern. Spiele wie Minos und CloverPit folgten diesem Trend und setzen auf repetitive Systeme statt auf echte Spielerfähigkeiten. Selbst beliebte Titel wie Raccoin stießen auf verhaltene Resonanz – ein Zeichen dafür, dass Fans des Genres allmählich überdrüssig werden.
Der Designer betonte, dass glücksspielähnliche Mechaniken – bei denen Spieler nach schrittweisen Verbesserungen jagen – immer häufiger werden. Er hofft, dass Enter the Gungeon 2 zu den Wurzeln des Genres zurückkehrt und stattdessen auf präzises Gameplay und Wiederspielwert setzt, anstatt auf oberflächliche Fortschrittsanreize.
Mit Enter the Gungeon 2 am Horizont will Dodge Roll den Zauber des Originals wieder einfangen. Die 3D-Optik und die verfeinerten Mechaniken des Nachfolgers könnten neue Maßstäbe für das Genre setzen. Ob es dem Titel gelingt, die Roguelike-Szene von den fortschrittslastigen Trends wegzuführen, bleibt abzuwarten.






