24 March 2026, 08:06

Europas Aufrüstung treibt Rheinmetall zu Rekordumsätzen mit gepanzerten Fahrzeugen

Blauer Hintergrund mit Text und Logo, das eine Balkendiagramm zeigt, das die stärkste wirtschaftliche Wachstum der USA unter den führenden Volkswirtschaften im Jahr 2023 anzeigt, mit Balken für verschiedene Länder.

Europas Aufrüstung treibt Rheinmetall zu Rekordumsätzen mit gepanzerten Fahrzeugen

Europäische Staaten rüsten mit deutschen gepanzerten Fahrzeugen massiv auf

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Europäische Länder bauen ihre militärischen Kapazitäten rasant aus – mit großen Käufen deutscher gepanzerter Fahrzeuge. Rheinmetall, der Rüstungskonzern hinter diesen Geschäften, verzeichnet einen Boom, da viele Staaten massiv in die Modernisierung ihrer Streitkräfte investieren. Die jüngsten Finanzzahlen des Unternehmens spiegeln dieses Wachstum wider: Umsatz und Gewinne steigen dank der stark gestiegenen Nachfrage.

Seit 2020 haben mehrere osteuropäische Länder große Verträge für den Lynx KF41, ein Infanterie-Kampffahrzeug von Rheinmetall, unterzeichnet. Ungarn machte den Anfang mit einem Deal über 2 Milliarden Euro für 218 Einheiten, deren Auslieferung 2023 begann und bis 2026 läuft. Rumänien folgte 2021 mit einer Bestellung von 298 Fahrzeugen im Wert von 1,5 Milliarden Euro und erhielt 2024 die erste Lieferung. Die Tschechische Republik schloss 2022 einen ähnlichen Vertrag über 1,5 Milliarden Euro für 210 Lynx-Fahrzeuge ab, deren Auslieferung 2025 beginnt. Die Slowakei orderte 2023 schließlich 223 Einheiten für 1,4 Milliarden Euro, wobei die ersten Lieferungen 2026 erwartet werden.

Neben dem Lynx sicherte sich Rheinmetall 2023 einen separaten Auftrag aus Litauen über 450 Millionen Euro für 90 Boxer-Infanterie-Kampffahrzeuge. Die Produktion für diesen Vertrag soll 2026 anlaufen. Zudem drang das Unternehmen 2023 in den US-Markt ein und gewann einen Lynx-Auftrag, der jährlich bis zu 2 Milliarden Dollar einbringen könnte.

Auch Deutschland selbst gibt deutlich mehr für seine Streitkräfte aus: 2025 steigen die Militärausgaben auf 88,5 Milliarden Dollar – ein Plus von 28 Prozent gegenüber 2023 und fast das Doppelte des Werts von 2015. Der Haushalt 2026 sieht bereits 129 Milliarden vor, bis 2030 sollen es 180 Milliarden werden. Die USA bleiben jedoch unangefochten an der Spitze: Für 2026 sind 999,9 Milliarden Dollar veranschlagt, 2027 sollen es 1,5 Billionen sein.

Rheinmetalls finanzielle Entwicklung folgt diesem Trend. Im dritten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 13 Prozent, über die ersten neun Monate des Jahres sogar um 19 Prozent. Der Auftragsbestand wuchs um 23 Prozent auf 63,8 Milliarden Euro, während die operative Marge auf 12,9 Prozent kletterte. Der Gewinn pro Aktie legte um 42 Prozent im Jahresvergleich zu.

Das neueste Produkt des Konzerns, der Panther KF51-Kampfpanzer, sorgt mit modernen Features wie Anti-Drohnen-Systemen für Aufsehen. Analysten erwarten, dass er an den Erfolg des Leopard 2 anknüpfen oder diesen sogar übertreffen könnte – was Rheinmetalls Position auf dem globalen Rüstungsmarkt weiter stärken würde.

Mit der in vollem Gange befindlichen Aufrüstung Europas profitiert Rheinmetall von der anhaltend hohen Nachfrage nach seinen Fahrzeugen und Technologien. Der wachsende Auftragsbestand und die starken Finanzzahlen spiegeln einen grundlegenden Wandel in den Verteidigungsausgaben wider, da Länder Modernisierung priorisieren. Die Lieferungen gepanzerter Fahrzeuge nach Osteuropa werden in den kommenden Jahren weiterlaufen, während neue Verträge zusätzliches Wachstum bringen könnten.

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