08 June 2026, 10:05

Forschungsprojekt RauPE könnte Stammzelltherapien für alle zugänglich machen

Innovationsschub für die Biotechnologie in NRW

Forschungsprojekt RauPE könnte Stammzelltherapien für alle zugänglich machen

Forschungsprojekt RauPE soll Stammzelltherapien revolutionieren

Ab Juli 2024 startet ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen RauPE, das die Herstellung von Stammzelltherapien grundlegend verändern könnte. Im Rahmen der Initiative entsteht ein automatisiertes System für die großtechnische Produktion von extrazellulären Vesikeln (EVs) – winzige von Zellen freigesetzte Partikel, die vielversprechende Ansätze zur Behandlung degenerativer Erkrankungen und bestimmter Krebsarten bieten.

Im Mittelpunkt des RauPE-Projekts steht die Entwicklung einer robusten, automatisierten Expansionsplattform. Kernstück ist ein membranbasierter Rührbioreaktor des Unternehmens BioThrust GmbH, der hochwertige EVs effizient herstellen soll. Das System zielt darauf ab, die Produktionskosten deutlich zu senken und so fortschrittliche Therapien für Patient:innen zugänglicher zu machen.

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Drei zentrale Partner treiben das Projekt voran: BioThrust GmbH steuert seine Membranreaktor-Kartuschen bei, die die skalierbare Vermehrung empfindlicher Stammzellen optimieren. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT bringt Expertise in Bioprozessengineering und Automatisierung ein. Die Universitätsmedizin Essen trägt mit ihrem Know-how in der medizinischen Biotechnologie dazu bei, dass das Endprodukt strenge Zertifizierungsstandards erfüllt.

Das Team nutzt die Laborplattform AUTOSTEM, um einen skalierbaren Prozess für die Herstellung von ciMSC-EV-Präparaten zu entwickeln. Die Finanzierung des auf drei Jahre angelegten Vorhabens stammt aus dem EFRE.NRW-Programm, unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.

Ziel von RauPE ist ein vollautomatisiertes System zur Produktion stammzellbasierter Therapien. Durch Kostensenkung und verbesserte Skalierbarkeit könnten so fortschrittliche Behandlungen einer größeren Patientengruppe zugutekommen. Die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschungseinrichtungen läuft bis Mitte 2027.

Quelle