23 March 2026, 12:06

Führerschein-Betrug in Bielefeld: 71 Fälschungen vor Gericht

Ein Mann in einem weißen Hemd und dunklen Hosen sitzt an einem Tisch mit gefalteten Händen und zeigt einen ernsten Gesichtsausdruck, mit dem Text "Die Rasenbetrüger" unten.

Führerschein-Betrug in Bielefeld: 71 Fälschungen vor Gericht

Fünf Personen aus Bielefeld und Werther müssen sich wegen des Vorwurfs vor Gericht verantworten, theoretische Führerscheinprüfungen für andere unter falscher Identität abgelegt zu haben. Der Betrug flog im Rahmen einer separaten Ermittlung des Landgerichts Hannover auf. Laut Staatsanwaltschaft betrieb die Gruppe ein gewerbsmäßiges Täuschungsmanöver mit insgesamt 71 Fällen von Führerscheinfälschung.

Die Straftaten ereigneten sich zwischen Februar 2022 und Juli 2025 und folgten stets demselben Muster: Die Bande soll demnach Doubles ausgewählt haben, die den eigentlichen Prüflingen ähnelten, und dafür zwischen 1.100 und 2.000 Euro pro Prüfung kassiert haben. Insgesamt sollen sie auf diese Weise etwa 35.000 Euro erwirtschaftet haben.

Den Behörden gelang es, 14 der betrügerischen Prüfungen noch vor ihrem Abschluss zu stoppen. Einem der Angeklagten wird vorgeworfen, das gesamte Netzwerk organisiert zu haben. Einige der Beschuldigten sind bereits wegen ähnlicher Delikte vorbestraft.

Der Prozess vor dem Landgericht Bielefeld hat kürzlich begonnen und soll bis Ende Mai dauern. Acht Verhandlungstage sind angesetzt; die Staatsanwaltschaft beantragt Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren wegen gewerbsmäßigen Betrugs.

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Insgesamt geht es um 71 versuchte Betrugsfälle mit einem Gesamtvolumen von rund 35.000 Euro. Das Gericht wird entscheiden, ob die Angeklagten mit Haftstrafen von bis zu einem Jahrzehnt rechnen müssen. Ein Urteil wird bis Ende Mai erwartet.

Quelle