Gefährliches Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – Vier-Tonnen-Lieferung wird vernichtet
Finn HoffmannGefährliches Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – Vier-Tonnen-Lieferung wird vernichtet
Eine Tomatenlieferung aus China ist mit einem hochaggressiven Pflanzenvirus belastet. Die infizierte Partie mit einem Gewicht von vier Tonnen wurde in einem Zolllager im sibirischen Krasnojarsk entdeckt. Die Behörden haben die sofortige Vernichtung angeordnet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Die kontaminierten Tomaten waren im vorübergehenden Zolllager Agroterminal-Tamozhnya eingelagert. Untersuchungen der russischen Veterinär- und Pflanzenschutzbehörde Rosselchosnadsor bestätigten den Befall mit dem Tomaten-Braunen Rugose-Frucht-Virus (ToBRFV). Dieser Erreger ist für seine rasante und zerstörerische Wirkung bekannt – er kann innerhalb einer Woche eine gesamte Gewächshausernte vernichten.
Das Virus verbreitet sich auf vielfältige Weise: durch direkten Kontakt zwischen Pflanzen, aber auch über verunreinigte Werkzeuge, Hände oder Kleidung. Selbst Bodenpartikel können die Infektion übertragen. Auch bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln tragen zur Ausbreitung bei.
Um den Ausbruch einzudämmen, haben die Behörden die Verbrennung der gesamten Lieferung angeordnet. Damit soll verhindert werden, dass der Erreger lokale Bauernhöfe oder Gewächshäuser erreicht. Die Vernichtung erfolgt nach strengen Biosicherheitsvorschriften – die Verbrennung garantiert, dass das Virus nicht auf andere Kulturen in der Region übergreift.
Rosselchosnadsor überwacht weiterhin Importe, um künftige Vorfälle dieser Art zu verhindern.






