Gelsenkirchener Polizei kontrolliert: Jeder sechste Fahrer ohne Sicherheitsgurt
Nina BauerGelsenkirchener Polizei kontrolliert: Jeder sechste Fahrer ohne Sicherheitsgurt
Gelsenkirchener Polizei beteiligt sich an europaweiter Aktion zur Erhöhung der Anschnallquote
Im vergangenen Monat nahm die Polizei Gelsenkirchen an einer europaweiten Kampagne zur Verbesserung der Seatbelt-Nutzung teil. Die unter dem Namen "Aktion Anschnallen" durchgeführte Initiative fand vom 9. bis 15. März statt und konzentrierte sich darauf, zu überprüfen, ob Fahrer und Mitfahrer ordnungsgemäß gesichert waren. Die Beamten stellten Dutzende Verstöße fest – ein erneuter Hinweis auf anhaltende Defizite in der Verkehrssicherheit.
Während der einwöchigen Aktion kontrollierte die Gelsenkirchener Polizei Fahrzeuge in stark frequentierten Bereichen, darunter in der Nähe der VELTINS-Arena und auf den Flohmärkten an der Trabrennbahn. Dabei wurden 52 Fälle dokumentiert, in denen Verkehrsteilnehmer entweder keinen Gurt angelegt hatten oder dieser falsch befestigt war. Besonders besorgniserregend: Bei 29 Kindern entsprachen die Sicherungssysteme nicht den gesetzlichen Vorgaben.
Die lokalen Ergebnisse spiegeln einen bundesweiten Trend wider. So wurden etwa in Südhessen 1.092 Fahrzeuge überprüft, wobei 328 Verstöße festgestellt wurden. In Hagen gab es 685 Kontrollen, im Landkreis Stade registrierte man 103 Vergehen bei 430 Überprüfungen. In Mönchengladbach wurden 266 Fahrzeuge kontrolliert, und allein in Gelsenkirchen verzeichnete die Polizei über 80 Verstöße.
Organisiert wurde die Kampagne von ROADPOL, einem europäischen Netzwerk von Verkehrspolizeibehörden. Ziel der Initiative ist es, durch abgestimmte Kontrollen und Öffentlichkeitsarbeit die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten zu senken. Die Gelsenkirchener Polizei beteiligt sich regelmäßig an solchen Aktionen und setzt thematische Kontrollwochen ein, um gezielt Risiken im Straßenverkehr zu bekämpfen.
Experten betonen, dass das korrekte Anlegen des Sicherheitsgurts das Risiko schwerer Verletzungen bei einem Unfall deutlich verringert. Dennoch kommen Verstöße häufig vor – ein Grund für wiederholte Appelle an eine konsequentere Einhaltung der Vorschriften.
Die Aktion endete mit Dutzenden verhängten Bußgeldern allein in Gelsenkirchen. Zwar liegt noch keine bundesweite Bilanz vor, doch die regionalen Zahlen zeigen weiterhin Lücken bei der Gurtnutzung. Die Polizei wies erneut darauf hin, dass richtiges Anschnallen Leben rettet, und rief Autofahrer sowie Mitfahrer dazu auf, die Regeln bei jeder Fahrt einzuhalten.






