Glasfaserausbau in Niederkrüchten bis 2027 gestoppt – was nun?
Deutsche Glasfaser setzt Glasfaserausbau in Niederkrüchten bis mindestens Ende 2027 aus
Die Entscheidung folgt einer Bedarfsanalyse in Elmpt, die zunächst auf eine hohe Nachfrage hindeutete. Bereits jetzt verfügen über 96 Prozent der Haushalte in der Region über einen Internetanschluss mit bis zu 1.000 Mbit/s, fast alle können mindestens 100 Mbit/s nutzen.
Anfang 2025 hatte Deutsche Glasfaser in Elmpt eine erfolgreiche Nachfragebündelung abgeschlossen. Es wurden genug neue Kundenverträge unterzeichnet, um den Ausbau ohne öffentliche Förderung oder größeren Verwaltungsaufwand wirtschaftlich zu rechtfertigen. Sowohl das Bürgermeisteramt als auch lokale Ehrenamtliche hatten sich für das Projekt eingesetzt.
Doch weitere wirtschaftliche Prüfungen brachten erhebliche Hindernisse zutage. Steigende Kosten und ein Mangel an Ressourcen bei deutschen Netzbetreibern führten dazu, dass das Unternehmen Niederkrüchten vorerst aus seinen Ausbauplänen strich. Frank Kriegers, der bereits frühere Infrastrukturprojekte für die Kommune begleitet hatte, bestätigte diese Herausforderungen als Hauptgrund für den Stopp.
Die Gemeinde verweist Bürger mit Fragen zum Projekt oder zu bestehenden Verträgen direkt an Deutsche Glasfaser. Die meisten Haushalte in Niederkrüchten werden vorerst auf die bestehenden Hochgeschwindigkeitsverbindungen angewiesen bleiben. Die Ausbaupause bleibt bestehen, bis sich die Rahmenbedingungen verbessern.
