30 April 2026, 22:08

Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz unter Extrembedingungen

Ein Kreisdiagramm, das den Katastrophenzyklus mit vier beschrifteten Phasen - Abmilderung, Vorbereitung, Wiederherstellung und Reaktion - zeigt, die durch Pfeile verbunden sind, um ihren sequenziellen Ablauf darzustellen.

Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz unter Extrembedingungen

Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz in Großübung

Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Notfallübung durchgeführt, um seine Fähigkeiten zur Bewältigung von Katastrophen zu prüfen. Die Übung bildete den Abschluss der Fortbildungsreihe des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zum Krisenmanagement. Rund 100 Einsatzkräfte nahmen teil, darunter Feuerwehrleute aus der Stadt Mechernich sowie Fachberater aus der gesamten Region.

Das Szenario simulierte ein Erdbeben der Stärke 6,5 im nördlichen Teil des Kreises. Ziel der Übung war es zu bewerten, wie gut die Führungskräfte unter Extrembedingungen schnelle Einsatzplanung, Ressourcenverteilung und die Koordination mit mehreren Behörden bewältigen können.

Die Übung wurde vom BBK und dem Kreis Euskirchen konzipiert und basierte auf der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019. Im Mittelpunkt stand ein schweres Erdbeben mit weitreichenden Schäden und Infrastrukturausfällen. Die Einsatzleitung, bestehend aus Personal aller kommunalen Feuerwehren des Kreises, koordinierte die Maßnahmen auf der Führungsebene D – wie in der Feuerwehrdienstvorschrift 100 vorgesehen.

Zu den zentralen Herausforderungen gehörten die Versorgung und der Transport von Verletzten, die Evakuierung von Anwohnern sowie die Aufrechterhaltung der Kommunikation zwischen den Behörden. Bereits Anfang des Jahres hatte dasselbe Team eine Winter-Notfallübung in Mechernich durchgeführt, um sich auf komplexe Einsätze vorzubereiten. Diesmal war der Umfang jedoch größer, und logistische Hürden prüften die Fähigkeit des Personals, Prioritäten zu setzen und Ressourcen effizient zu verteilen.

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Die Einsatzleitung fungierte als operatives Zentrum und traf während der simulierten Krise taktische Entscheidungen. Ihre Leistung wurde genau beobachtet, um Stärken und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Die Übung stärkte zudem die Zusammenarbeit zwischen lokalen und regionalen Rettungskräften, um in künftigen Katastrophen eine besser abgestimmte Reaktion zu gewährleisten.

Die Übung markierte den Abschluss der BBK-Fortbildungsreihe zum nachhaltigen Krisenmanagement. Sie bot den Einsatzteams des Kreises wertvolle Praxiserfahrung – insbesondere bei der Bewältigung großflächiger Schadenslagen. Die Erkenntnisse werden nun ausgewertet, um die künftige Katastrophenvorsorge und -bewältigung im Kreis Euskirchen weiter zu optimieren.

Quelle