13 March 2026, 06:06

Grüne fordern Ohligser Stadtring für sichere Schulwege und besseren Nahverkehr

Eine Stadtstraße mit einer Fußgängerbrücke, Fahrzeugen, Fußgängern, einem Zaun, Topfpflanzen, Schildern, Laternen, Strommasten mit Drähten, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Grüne fordern Ohligser Stadtring für sichere Schulwege und besseren Nahverkehr

Die Grünen setzen sich für den Ohligser Stadtring ein, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. Ihr Vorschlag konzentriert sich auf den Schutz von Schulwegen, die Aufwertung des Busnetzes und die barrierefreie Gestaltung der Straßen. Die Pläne haben eine Debatte über Parkplätze und die Nutzung des Straßenraums in dem Gebiet ausgelöst.

Ein zentrales Anliegen der Grünen ist die Sicherheit der Kinder, die täglich die Erika-Rothstein-Schule in Ohligs besuchen. Rund 350 Schüler:innen sind dort angemeldet, doch ihre Wege – insbesondere entlang der Viersener Straße – bergen Risiken durch dichten Verkehr, unzureichende Fußgängerüberwege und schmale Gehwege. Besonders kritisch ist die Situation in der Nähe des Rennpatts, wo viele Kinder ihre Schulwege beenden: Parkende Autos versperren die Sicht und behindern den Verkehrsfluss.

Der Stadtring soll diese Probleme durch eine Neugestaltung der Straßen und die Einrichtung barrierefreier Bushaltestellen lösen. Davon würden nicht nur Schulkinder, sondern auch mobilitätseingeschränkte Anwohner:innen profitieren. Die Grünen betonen, dass die Diskussion über Parkplatzkonflikte hinausgehen und sich auf sichere, besser vernetzte Verkehrswege konzentrieren müsse.

Auch die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs steht im Mittelpunkt des Konzepts. Die Grünen schlagen vor, Staus im Stadtzentrum zu verringern und direkte Busverbindungen zum Hauptbahnhof für bisher schlecht angebundene Stadtteile einzurichten. Hilke Barenthien, zweite stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, hat die Verantwortung der Stadt betont, sichere Schulwege zu gewährleisten.

Das Projekt passt zum beschlossenen Nahverkehrsplan, der die Barrierefreiheit im gesamten Bezirk fördern soll. Sein Erfolg hängt jedoch von politischen Verhandlungen und einem Interessenausgleich zwischen Autofahrer:innen, Fußgänger:innen und Nutzer:innen des öffentlichen Verkehrs ab. Die Grünen regen an, Anwohnerparkausweise oder zeitliche Begrenzungen zu prüfen, um den Parkdruck zu mindern.

Die Zukunft des Stadtrings wird von den anstehenden Diskussionen und Kompromissen zwischen den verschiedenen Interessen abhängen. Bei einer Umsetzung könnte er sicherere Straßen, reibungslosere Busverbindungen und bessere Zugänge für vulnerable Verkehrsteilnehmer:innen bringen. Die Grünen bleiben dabei unnachgiebig: Priorität müssen Sicherheit und Vernetzung haben – nicht die Parkplatzfrage.

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