18 June 2026, 22:04

Grüne kämpfen gegen Rodung eines Münsterschen Mischwalds für Firmenausbau

Streit um geplante Entwaldung in Münster: 'Ersatzpflanzungen' reichen nicht

Grüne kämpfen gegen Rodung eines Münsterschen Mischwalds für Firmenausbau

Ein Bauunternehmen aus Münster plant, einen Mischwald zu roden, um sein Betriebsgelände um 2,5 Hektar zu erweitern. Die Grünen lehnen das Vorhaben scharf ab und bezeichnen es als ökologischen Fehler. Ihrer Ansicht nach spielt der Wald eine entscheidende Rolle für den Klimaschutz und die Naherholung der Bevölkerung.

Durch die Erweiterung des Unternehmens würde ein Mischbestand aus alten Laubbäumen und Douglasien abgerissen. Der Wald dient derzeit als Pufferzone und verringert die Staubbelastung für benachbarte Kasernen. Ausgleichsmaßnahmen wie Neuanpflanzungen werden als unzureichend bewertet, um das verlorene Ökosystem zu ersetzen.

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Nur drei Ausschussmitglieder hatten den Wald vor der Freigabe der Rodung besichtigt. Die Grünen hatten alle Ratsmitglieder aufgefordert, sich persönlich vor Ort ein Bild zu machen. Sie halten eine eigene Anschauung für unverzichtbar, bevor solche Entscheidungen getroffen werden.

Die örtlichen Grünen starten nun eine Petition auf OpenPetition, um öffentliche Unterstützung zu mobilisieren. Die geplante Abholzung bezeichnen sie als „ökologische Sünde“, angesichts der anhaltenden Klimakrise und des dramatischen Artensterbens. Die Partei fordert zudem einen grundsätzlichen Kurswechsel, um natürliche Ressourcen zu schützen und Alternativen zur baulichen Expansion zu prüfen.

Ziel der Petition ist es, den öffentlichen Widerstand gegen die Rodung zu demonstrieren. Die Grünen betonen, dass der ökologische und freizeitliche Wert des Gebiets schwerer wiege als wirtschaftliche Erweiterungspläne. Der Rat solle die Entscheidung überdenken und andere Lösungsmöglichkeiten ausloten.

Quelle