Grüne Rechenzentren: Wie Yexio in NRW CO₂ spart und Schwimmbäder heizt
Sophia FrankeGrüne Rechenzentren: Wie Yexio in NRW CO₂ spart und Schwimmbäder heizt
Ein nachhaltiges Netzwerk von Rechenzentren entsteht in Deutschland
Der Baukonzern Hochtief und die Investmentgesellschaft Palladio Partners treiben den Ausbau dezentraler Yexio-Rechenzentren voran. Der erste Standort in Heiligenhaus (Nordrhein-Westfalen) ist bereits in Betrieb gegangen – der Auftakt für ein geplantes Netz von 15 Standorten.
Das erste Yexio-Rechenzentrum nahm am 11. September 2023 seinen Betrieb auf. Dank effizienter Planung setzt es auf Wasserkühlung, um Energieverluste zu minimieren, während die Abwärme ein benachbartes Schwimmbad beheizt. Im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentren spart diese Lösung schätzungsweise 600 Tonnen CO₂ ein.
Fünf weitere Standorte befinden sich bereits im Bau oder sind gesichert. Als Hauptmieter fungiert Yorizon, ein Anbieter von Cloud- und IT-Dienstleistungen. Hochtief betont die ökologischen Vorzüge der Zentren, die als zentraler Baustein für eine nachhaltige digitale Infrastruktur in Deutschland gelten sollen.
Das Vorhaben passt in einen branchenweiten Trend: Analysten prognostizieren, dass der globale Markt für Edge-Rechenzentren von 13 Milliarden US-Dollar (2024) auf 48 Milliarden US-Dollar (2033) wachsen wird. Auch die Investitionen in Rechenzentrums-Infrastruktur sollen bis 2030 um jährlich fast 20 Prozent steigen – angetrieben durch die Nachfrage nach dezentraler, energieeffizienter Rechenleistung.
Mit dem ersten operativen Yexio-Zentrum und weiteren Standorten in Planung will das Projekt Maßstäbe für grüne IT-Infrastruktur setzen. Die Kooperation zwischen Hochtief, Palladio Partners und Yorizon markiert einen Schritt hin zu nachhaltigeren Datenlösungen in Deutschland. Bei Erfolg könnte das Netzwerk einen deutlichen Beitrag zur Verringerung des CO₂-Fußabdrucks digitaler Dienste im Land leisten.






