Grüne stoppen achtspurigen A3-Ausbau: "Klimakiller statt Verkehrslösung"
Sophia FrankeGrüne stoppen achtspurigen A3-Ausbau: "Klimakiller statt Verkehrslösung"
A3: Streit um Ausbau statt Sanierung – Grüne fordern Alternativen zum achtspurigen Monsterprojekt
Seit 2017 wird die Autobahn A3 zwischen Leverkusen-Opladen und Hilden saniert. Nun entzündet sich eine neue Kontroverse an den Plänen, den gesamten Abschnitt bis nach Oberhausen auf acht Spuren auszubauen. Lokale Vertreter der Grünen wehren sich gegen das teure und umweltschädliche Vorhaben und schlagen stattdessen nachhaltigere Lösungen vor.
Laut Bundesverkehrswegeplan ist der Ausbau der A3 auf acht Spuren vorgesehen – inklusive der Strecken durch Solingen und Langenfeld. Doch die Grünen in Solingen und im Regierungsbezirk lehnen dies ab: Der Ausbau stehe im Widerspruch zu den Klimazielen. Stattdessen setzen sie sich für ein temporäres Seitenstreifen-Freigabesystem (TSO) ein, das weniger Fläche verbraucht und die Umweltbelastung verringert.
Eine im Auftrag der Autobahn GmbH Mitte 2022 erstellte Studie hatte bereits die Machbarkeit einer TSO auf dieser Strecke geprüft. Die Grünen fordern nun von der planenden Behörde, der Autobahn GmbH des Bundes, volle Transparenz über die Sanierungsdetails und künftige Anpassungen. Zudem verlangen sie, dass die anstehende Umgestaltung des Autobahnkreuzes Solingen/Langenfeld – geplant ab März 2024 mit einer Dauer von über 18 Monaten – die Umsetzung einer TSO berücksichtigt.
Manfred Krause, Sprecher der Grünen im Regierungsbezirk, betont die ökologischen und finanziellen Belastungen durch den Ausbau. Finn Grimsehl-Schmitz, Mitglied im Solinger Mobilitätsausschuss, hinterfragt die Logik eines achtspurigen Ausbaus angesichts der Klimakrise und der Wende hin zu nachhaltiger Mobilität. Die Grünen argumentieren, dass eine TSO eine flexiblere und weniger zerstörerische Alternative böte.
Während die Sanierungsarbeiten näher rücken, bleibt die Zukunft der A3 umstritten. Der Vorstoß der Grünen für eine TSO statt eines vollständigen Ausbaus unterstreicht die Bedenken hinsichtlich Flächenverbrauch, Kosten und Umweltfolgen. Die Autobahn GmbH des Bundes hat bisher nicht auf die Forderung nach Klarheit reagiert, wie die anstehenden Kreuz-Arbeiten mit den langfristigen Plänen vereinbar sein sollen.






