13 March 2026, 02:06

Heidelberg Materials schließt Zementwerk Paderborn – Klimaziele und Marktumstellung als Gründe

Ein Diagramm auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen", das die Produktivitätssteigerung der letzten 35 Jahre zeigt und anzeigt, dass die Vorteile nicht an die Mittelschicht gegangen sind.

Heidelberg Materials schließt Zementwerk Paderborn – Klimaziele und Marktumstellung als Gründe

Heidelberg Materials kündigt Schließung des Zementwerks in Paderborn an

Heidelberg Materials hat die Schließung seines Zementwerks in Paderborn bekannt gegeben – eine Maßnahme, die mit rückläufigen Verkäufen und der Umstellung auf kohlenstoffarme Produktion zusammenhängt. Die am 6. März 2026 verkündete Entscheidung betrifft 53 Mitarbeiter, steht jedoch im Einklang mit den Klimazielen des Unternehmens und den Anpassungen an den Markt.

Das Werk hatte seit 2022 in einem kleinen Drehrohrofen Ternocem® getestet, einen innovativen Zement mit geringem CO₂-Ausstoß. Die Weiterentwicklung dieses Produkts wird nun an einem anderen Standort innerhalb des Unternehmensnetzwerks fortgesetzt.

Die Anlage in Paderborn war fast vier Jahre lang im Pilotbetrieb tätig und konzentrierte sich auf Ternocem® – einen Zement, der die CO₂-Emissionen deutlich reduzieren soll. Trotz dieser Innovation verzeichnete Heidelberg Materials einen starken Rückgang der Nachfrage nach herkömmlichem Zement, da das Unternehmen an allen Standorten auf klinkerärmere, CO₂-reduzierte Alternativen umstellte.

Die Schließung ist Teil einer umfassenden Optimierung des europäischen Produktionsnetzwerks des Konzerns. Unternehmensvertreter betonten, dass die Entscheidung die Kapazitäten besser an die aktuelle Nachfrage anpasse und gleichzeitig die langfristigen Nachhaltigkeitsziele unterstütze. Der nahegelegene Steinbruch Mineralik sowie das Transportbetonwerk in Paderborn bleiben jedoch in Betrieb, sodass ein Teil der lokalen Aktivitäten erhalten bleibt.

Für die 53 betroffenen Mitarbeiter prüft das Unternehmen sozialverträgliche Lösungen. Mögliche Versetzungen in andere Werke wie Geseke oder Ennigerloh werden diskutiert, wobei dort durch Pensionierungen freie Stellen entstehen. Die Ankündigung hatte bereits finanzielle Folgen: Der Aktienkurs von Heidelberg Materials ist im vergangenen Monat um fast 18 Prozent gefallen.

Die Schließung des Paderborner Werks unterstreicht den Kurs von Heidelberg Materials hin zu einer umweltfreundlicheren Zementproduktion und einer schlankeren Betriebsstruktur. Die Entwicklung von Ternocem® wird an einem anderen Standort fortgeführt, während betroffene Mitarbeiter möglicherweise in nahegelegenen Werken unterkommen. Die aktuelle Börsenperformance des Unternehmens deutet auf Zurückhaltung der Anleger hin, während sich die Branche an kohlenstoffärmere Materialien und veränderte Marktbedingungen anpasst.

Quelle