Karaman kontert: "Sprachstreit in der Mannschaft? Lächerlich!"
Schalke-04-Kapitän Kenan Karaman weist Vorwürfe einer Sprachspaltung in der Nationalmannschaft zurück
Berichten zufolge hatte es Unstimmigkeiten wegen des häufigen Gebrauchs von Bosnisch und Kroatisch durch einige Spieler gegeben. Die Kontroverse kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für den Verein, der nun seit fünf Spielen ohne Sieg bleibt.
Das Thema war zunächst in einem Bild-Bericht aufgekommen, der behauptete, bestimmte Spieler fühlten sich durch die Verwendung von Bosnisch und Kroatisch in der Nationalmannschaft unwohl. Selbst der bosnische Ausdruck brate ("Bruder") soll demnach für Spannungen gesorgt haben. In Schalkes Kader spielen mehrere Akteure mit bosnischen oder kroatischen Wurzeln, darunter auch Neuzugänge aus der Wintertransferperiode, die diese Sprachen oft untereinander sprechen.
Karaman, ein langjähriger Leistungsträger des Clubs, wies die Vorwürfe als haltlos zurück. Er bezeichnete die Berichte als "amüsant" und warf externen Kräften vor, den Verein gezielt destabilisieren zu wollen. Zudem verteidigte der Kapitän Trainer Miron Muslic und lobte dessen Führung sowie ruhige Art in der aktuellen Schwächephase des Teams.
Obwohl Karaman die schlechten Ergebnisse einräumte, wollte er nicht von einer Krise sprechen. Stattdessen betonte er, die Mannschaft lerne aus der schwierigen Phase, und die Stimmung in der Nationalmannschaft bleibe positiv. Dennoch belasten weiterhin interne Konflikte den Verein – etwa anhaltende Streitigkeiten mit dem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies sowie eine öffentliche Auseinandersetzung zwischen Muslic und Jugendtrainer Norbert Elgert.
Schalkes Probleme beschränken sich nicht auf den Platz: Neben sportlichen Misserfolgen setzen interne Spannungen und externe Kritik den Club zusätzlich unter Druck. Während Karaman betont, die Spieler stünden weiterhin geschlossen zusammen, hält die sieglose Serie des Teams an.
Schalke-Fans unterstützen Džeko trotz angeblicher Team-Spannungen
Neue Umfrageergebnisse zeigen die starke Unterstützung für den Schalker Kapitän Edin Džeko, trotz anhaltender Berichte über interne Sprachstreitigkeiten. Der Stürmer erhielt 72% der Stimmen für 'Schalker des Monats' im Februar 2026, vor seinem Teamkollegen Kenan Karaman (8%). Dies zeigt, dass die Team-Einheit unter den Fans intakt bleibt, während die Medien über bosnisch-kroatische Kommunikationsspannungen im Team spekulieren.