20 March 2026, 14:07

KiTa-Reform in NRW: Mehr Flexibilität für Eltern ab 2027 geplant

Ein offenes, abgenutztes Buch mit dem Titel "Die Pflege von Kindern" mit zerfransten Seitenrändern, schwarzer Kursivschrift und einem schmalen schwarzen Rahmen um den Titel auf einem weißen Hintergrund.

Allianzen und Carrier verpflichten sich zur Kita-Reform - KiTa-Reform in NRW: Mehr Flexibilität für Eltern ab 2027 geplant

In Nordrhein-Westfalen hat die geplante Reform der Kindertagesstätten (Kitas) einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht: Kommunalverbände, Träger und Kirchen haben ein gemeinsames Positionspapier unterzeichnet. Darin werden zentrale Änderungen festgehalten, darunter gelockerte Gruppengrößen und flexiblere Buchungsmöglichkeiten für Eltern. Die Verantwortlichen streben nun an, die Vorschläge bis 2026 in ein Gesetz zu gießen, damit die Reformen im August 2027 in Kraft treten können.

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Das Positionspapier markiert einen Meilenstein bei der Neugestaltung der Kita-Betreuung im Land. Künftig sollen Eltern Betreuungszeiten in Fünf-Stunden-Blöcken buchen können, was ihnen mehr Planungsspielraum gibt. Zudem werden die Vorgaben zu Gruppengrößen gelockert, sodass die Einrichtungen flexibler agieren können.

Eine weitere zentrale Neuerung ist die Einführung von Kern- und Randbetreuungszeiten, die unterschiedliche Personalvorgaben mit sich bringen. Diese Anpassung soll die Ressourcen besser an den tageszeitlichen Bedarf anpassen. Darüber hinaus entfallen bei den bisher beitragsfreien zwei Kita-Jahren künftig verpflichtende Elternbeiträge.

Die Finanzierung bleibt jedoch ein entscheidender Stolperstein: Die Reform sieht vor, die Förderung von pauschalen Einrichtungenszuschüssen auf kindbezogene Zahlungen umzustellen – allerdings ohne Aufstockung der Mittel für 2026/2027. Kommunen wie Warendorf warnen bereits vor steigenden Sozialkosten, die die Haushalte belasten könnten. Verbände wie der Städtetag NRW betonen, dass unzureichende Ressourcen die Betreuungsqualität gefährden.

Die Landesregierung soll das Positionspapier nun als Grundlage für einen Gesetzesentwurf nutzen. Ziel ist es, die KiBiz-Reform bis 2026 abzuschließen, damit sie zum 1. August 2027 umgesetzt werden kann.

Die Reform zielt darauf ab, die Kita-Betreuung durch flexiblere Buchungsoptionen, angepasste Personalregelungen und den Wegfall von Gebühren für bestimmte Jahre zu verbessern. Doch die noch offenen Finanzierungsfragen erfordern weitere Verhandlungen, um die Nachhaltigkeit der Änderungen zu sichern. Der nächste Schritt liegt nun bei der Landesregierung, die die vereinbarten Vorschläge in konkretes Recht umsetzen muss.

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