26 April 2026, 12:08

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: 400.000 Euro Schadensersatz gefordert

Eine große Gruppe von Menschen in einem Flughafen, einige mit Taschen und Papieren sitzend, andere stehend, mit Texttafeln, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenleuchten, was auf eine Protestaktion hindeutet.

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: 400.000 Euro Schadensersatz gefordert

Flughafen Köln/Bonn reicht Klage gegen sechs Klimaaktivist:innen ein

Der Flughafen Köln/Bonn hat Strafanzeige gegen sechs Klimaaktivist:innen wegen zweier getrennter Protestaktionen im Juli und August gestellt. Die Vorfälle führten zu erheblichen Flugbehinderungen und lösten Schadensersatzforderungen sowohl des Flughafens als auch der Airline Eurowings aus.

Fünf Personen sollen sich am 24. Juli auf eine Startbahn geklebt haben, während zwei weitere am 15. August eine Zufahrtsstraße blockierten. Die Behörden fordern nun Entschädigung für Schäden, die insgesamt auf über 400.000 Euro geschätzt werden.

Der erste Protest ereignete sich am 24. Juli, als sich fünf Aktivist:innen laut Angaben auf einer Startbahn festklebten. Der Flugbetrieb musste für drei Stunden eingestellt werden, woraufhin der Flughafen die vorläufigen Schäden auf etwa 125.000 Euro bezifferte. Jede der fünf Personen sieht sich nun mit einer Rechnung von rund 4.100 Euro konfrontiert.

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Weniger als einen Monat später, am 15. August, blockierten zwei weitere Protestierende angeblich eine Zufahrtsstraße zu einer Startbahn. Diese Störung dauerte etwa eine Stunde. Die beiden Beteiligten müssen nun mit Forderungen in Höhe von jeweils knapp 3.250 Euro rechnen.

Allen sechs Personen wird Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen. Die Fälle wurden dem Amtsgericht Köln vorgelegt, allerdings sind noch keine offiziellen Verfahrenstermine oder Verhandlungsdaten festgesetzt worden.

Neben den Forderungen des Flughafens hat auch Eurowings angekündigt, Schadensersatz geltend zu machen. Die Airline beziffert ihre Verluste durch die Behinderungen auf fast 284.000 Euro. Sowohl der Flughafen als auch die Fluggesellschaft behalten sich vor, bei Bedarf weitere rechtliche Schritte einzuleiten.

Die Proteste haben zu finanziellen Forderungen gegen die Aktivist:innen geführt, wobei die Gesamtansprüche 400.000 Euro übersteigen. Zwar sind noch keine Gerichtstermine bestätigt, doch die Fälle werden weiterhin vom Amtsgericht Köln geprüft. Flughafen und Eurowings ermitteln unterdessen das volle Ausmaß der durch die Störungen verursachten Schäden.

Quelle