05 April 2026, 08:06

Kölner Startup verwandelt Kakaofrucht in Superfood – und rettet Bauern in Ghana

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Kölner Startup verwandelt Kakaofrucht in Superfood – und rettet Bauern in Ghana

Ein Kölner Startup namens Koa revolutioniert die Kakaobranche, indem es das Fruchtfleisch der Kakaofrucht in vitaminreiche Getränke verwandelt. Das Unternehmen bekämpft damit nicht nur Lebensmittelverschwendung, sondern steigert auch die Einkommen ghanaischer Bauern. Angesichts schrumpfender globaler Kakaobestände könnten solche Innovationen helfen, die Zukunft der Schokoladenproduktion zu sichern.

Koa hat drei Vitamin-Shots auf den Markt gebracht, die vollständig aus Kakaofruchtsaft hergestellt werden. Die Produkte – Koa Pure, Koa Boost und Koa Energize – decken jeweils den gesamten empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin C. Während bei der herkömmlichen Kakaoverarbeitung das Fruchtfleisch meist entsorgt wird, verarbeitet Koa es zu nährstoffreichen Getränken.

Das Geschäftsmodell des Startups kommt direkt rund 70.000 Kleinbauern in Ghana zugute. Diese erhalten fast das Doppelte der Prämien im Vergleich zu Zertifizierungen wie Fairtrade oder Rainforest Alliance. Die Einnahmen stammen sowohl aus dem Verkauf des Fruchtfleischs als auch aus höheren Preisen für ihre Kakaobohnen.

Doch Koa geht noch weiter: Gemeinsam mit der ETH Zürich und dem Schweizer Schokoladenhersteller Felchlin entwickelt das Unternehmen eine Schokoladentafel, die vollständig aus der Kakaofrucht besteht. Diese Innovation könnte die Abfallmenge weiter reduzieren und gleichzeitig eine neue Produktkategorie erschließen. Auch andere Unternehmen wie Blue Stripes, Cabosse Naturals, CaPao und Pacha de Cacao erforschen Möglichkeiten, die gesamte Kakaofrucht zu nutzen.

Der Druck zur Nachhaltigkeit wächst, denn die Kakaobestände sind auf dem niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt. Durch den Klimawandel könnte bis 2050 ein Drittel der Kakaobäume verschwinden – mit dem Risiko eines globalen Schokoladenmangels. Koas Ansatz bietet Bauern eine alternative Einnahmequelle und hilft ihnen, sich diesen Herausforderungen anzupassen.

Koa löst mit seinem Konzept zwei drängende Probleme: Lebensmittelverschwendung und die Existenzsicherung von Bauern. Indem das Unternehmen aus Kakaofruchtfleisch marktfähige Produkte herstellt, schafft es für ghanaische Produzenten eine zweite Einnahmequelle. Dieses Modell könnte eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Zukunft der Kakaobranche angesichts zunehmender Klimabelastungen zu sichern.

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