Kölner Zoll präsentiert Rekordbilanz: Milliarden-Einnahmen und Drogenfunde im Übermaß
Ben KönigKölner Zoll präsentiert Rekordbilanz: Milliarden-Einnahmen und Drogenfunde im Übermaß
Zoll Köln legt Jahresbericht 2024 vor: Rekordbeschlagnahmungen und Milliarden-Einnahmen
Das Hauptzollamt Köln hat seinen Jahresbericht 2024 veröffentlicht – mit Rekordwerten bei Beschlagnahmungen und erheblichen Steuereinnahmen. Die Behörde spielte eine zentrale Rolle in der deutschen Drogenbekämpfung und konfiszierte große Mengen Crystal Meth, Haschisch und Marihuana. Gleichzeitig trugen ihre finanziellen und ermittlungstechnischen Maßnahmen Milliarden in die Staatskasse ein.
Ein Schwerpunkt der Arbeit lag 2023 auf der Bekämpfung des Drogenhandels. Die Kölner Zollbeamten beschlagnahmten fast die Hälfte des in den deutschen Zollstatistiken erfassten Crystal Meth. Zudem zogen sie etwa ein Drittel des bundesweit sichergestellten Haschischs und Marihuanas ein.
Auch die Finanzermittler der Behörde waren hochaktiv. Über 800 Arbeitgeber in Köln, Bonn und Bergisch Gladbach wurden wegen Schwarzarbeit überprüft. Diese Kontrollen führten allein 2024 zu mehr als 5.000 Ermittlungsverfahren.
Zu den spektakulären Beschlagnahmungen zählte eine Aktion im Juni, bei der der Zoll einen Lkw mit fast 13 Tonnen gefälschter Ware stoppte. Die Plagiate hätten im Original einen Marktwert von über vier Millionen Euro gehabt. Ein weiterer Großfund umfasste mehr als 3,8 Millionen unversteuerte Zigaretten – doppelt so viel wie im Vorjahr.
Bei den Einnahmen verzeichnete das Hauptzollamt Köln weiterhin starke Zahlen: Rund vier Milliarden Euro flossen durch die Einfuhrumsatzsteuer in die Kassen. Hinzu kamen 577 Millionen Euro aus Verbrauch- und Verkehrsteuern. Insgesamt erwirtschaftete die Behörde im vergangenen Jahr fast fünf Milliarden Euro.
Für die Zukunft rüstet sich der Kölner Zoll mit mehr Personal. Am 1. September 2024 beginnen 109 neue Auszubildende ihre Laufbahn im mittleren und gehobenen Dienst. Mit bereits 385 Auszubildenden in der Vorbereitung bleibt Köln der größte Ausbildungsstandort für Zöllner in Deutschland.
Die Bilanz 2024 unterstreicht die breite Wirkung des Kölner Zolls – von der Drogenbekämpfung über die Steuerfahndung bis zum Personalaufbau. Die Behördenarbeit generierte Milliarden an Einnahmen und ging gleichzeitig gegen illegalen Handel vor. Die Ausbildungsprogramme sichern zudem kontinuierlich Nachwuchs für künftige Herausforderungen.






