Kreuzau setzt auf Digitalisierung: Wie eine Gemeinde ihre Verwaltung modernisiert
Sophia FrankeKreuzau setzt auf Digitalisierung: Wie eine Gemeinde ihre Verwaltung modernisiert
Die Gemeinde Kreuzau hat bei der Digitalisierung ihrer Dienstleistungen deutliche Fortschritte gemacht. Seit Sommer 2022 leitet Maike Ochs als Digitalisierungsbeauftragte die Bemühungen, die lokale Verwaltung zu modernisieren.
Bereits vor Ochs’ Amtsantritt verfügte Kreuzau über ein Dokumentenmanagementsystem, doch nutzten nicht alle Fachbereiche es regelmäßig. Seit ihrem Amtsantritt hat sie die Digitalisierung zentraler Akten vorangetrieben – darunter Wohngeldunterlagen, Hundeanmeldungen und Personalakten.
Ochs stellte ein Team aus 16 Digital-Lotsen zusammen, die den Wandel begleiten. Diese Experten arbeiten bereichsübergreifend und unterstützen bei der Umstellung auf digitale Abläufe. Zudem führte sie ein digitales Kanban-Board ein, um die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und das Aufgabenmanagement zu verbessern.
Anfang 2023 ging ein Online-Meldesystem für Schäden und Mängel an den Start. Bürgerinnen und Bürger können Probleme seitdem direkt über die Website der Gemeinde melden. Kürzlich folgte ein digitales Buchungssystem für Sportanlagen und Besprechungsräume.
Ochs arbeitet in einer 80-Prozent-Stelle über einen externen IT-Dienstleister. Ihre Position unterstreicht den Willen Kreuzaus, die Digitalisierung voranzutreiben – in vielen deutschen Kommunen fehlt es noch an eigenen Digitalisierungsbeauftragten.
Mittlerweile bietet Kreuzau digitale Tools zur Mängelmeldung und Raumbuchung an. Unter Ochs’ Führung setzt die Gemeinde ihre Modernisierungsbestrebungen fort. Die Veränderungen sollen die Abläufe für Bürger wie Mitarbeiter effizienter gestalten.






