Machtkampf in der Münsteraner CDU: Warum der Abwahlversuch gegen Oberbürgermeister Grube scheiterte
Nina BauerMachtkampf in der Münsteraner CDU: Warum der Abwahlversuch gegen Oberbürgermeister Grube scheiterte
In Münster ist es innerhalb der CDU zu einer hitzigen Debatte über die Zukunft von Oberbürgermeister Ulf-Marcus Grube gekommen. Die Fraktion hatte versucht, ihn abzuwählen, den Antrag später aber zurückgezogen. Am Montagabend trafen sich 68 Parteimitglieder, um die Gründe für das gescheiterte Vorhaben zu erörtern.
Die Versammlung stand unter der Leitung des CDU-Kreisvorsitzenden Timo Albeshausen und nicht, wie sonst üblich, unter dem des Stadtverbandsvorsitzenden Uwe Franke. Alle acht Fraktionsmitglieder, die ursprünglich Grubes Abwahl betreiben wollten, nahmen teil. Auch Oberbürgermeister Grube und der ehemalige Feuerwehrchef Michael Kammstieß sprachen als Vertreter der Feuerwehr vor der Runde.
Die Kritik an der Vorgehensweise der Fraktion war massiv. Die Mehrheit der Basismitglieder lehnte den Versuch, den Oberbürgermeister zu stürzen, ab. Einige warfen der Fraktion vor, dass sie, wenn sie Grube nicht mehr vertraue, selbst zurücktreten solle.
Ein Großteil der Anwesenden drängte auf eine Abstimmung über einen erneuten Abwahlversuch. Doch die Stadtverbandsführung blockierte den Antrag. Franke betonte später, dass sich die Vorwürfe der Erpressung durch die Feuerwehr gegenüber dem Stadtrat als haltlos erwiesen hätten. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Sorge lehnte es unterdessen ab, zu den jüngsten Entwicklungen Stellung zu nehmen.
Die Versammlung endete ohne eine neue Abstimmung über Grubes Position. Der Rückzug des ursprünglichen Abwahlantrags bleibt damit bestehen. Vorerst bleibt Grube im Amt – doch die Spannungen innerhalb der Münsteraner CDU bestehen fort.






