14 March 2026, 12:06

Maria Kolesnikowa erhält Karlspreis 2022 für ihren Mut gegen Lukaschenkos Regime

Ein rotes und weißes Kissen mit der Aufschrift "Justiz für Belarus" auf einem weißen Hintergrund.

Spätverleihung des Karlspreises an belarussische Oppositionsfigur Kolesnikova - Maria Kolesnikowa erhält Karlspreis 2022 für ihren Mut gegen Lukaschenkos Regime

Die bekannte belarussische Oppositionsfigur Maria Kolesnikowa ist mit dem Internationalen Karlspreis 2022 ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt ihren Einsatz für demokratische Rechte und freie Wahlen in ihrer Heimat. Die Preisverleihung fand in einem feierlichen Akt in der historischen Krönungshalle Aachens statt.

Kolesnikowa war von 2020 bis 2025 in Belarus inhaftiert worden, nachdem sie eine führende Rolle bei den Massenprotesten gegen Präsident Alexander Lukaschenko gespielt hatte. Ein Gericht verurteilte sie zu elf Jahren in einer Strafkolonie, doch nach Vermittlungsbemühungen der USA kam sie im Dezember 2025 frei. Seitdem lebt sie in Deutschland, wo ihr politisches Asyl gewährt wird.

Mit dem Karlspreis wurde ihr "außergewöhnlicher Mut" im Widerstand gegen Lukaschenkos autoritäres Regime gewürdigt. Trotz ihrer Freilassung bleibt Belarus fest unter der Kontrolle des Langzeitpräsidenten, der zu den engsten Verbündeten des russischen Präsidenten Wladimir Putin zählt. Anzeichen für politische Reformen gibt es nicht.

Stand März 2026 sind keine nennenswerten Veränderungen in der politischen Landschaft Belarus' zu verzeichnen. Aktuelle Meldungen aus der Region befassen sich vor allem mit anderen Themen, etwa Verhaftungen wegen der Verbreitung nationalsozialistischer Propaganda.

Kolesnikowas Auszeichnung unterstreicht ihren anhaltenden Kampf für Demokratie in Belarus. Sie lebt mittlerweile in Deutschland, wo sie Asyl erhalten hat. Unterdessen hält Lukaschenkos Regierung die Macht weiter ungebrochen in Händen – von einer Lockerung der Repressionen gegen die Opposition ist nichts zu erkennen.

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