Mehrwertsteuer auf Restaurantmahlzeiten steigt 2024 – Gastronomie warnt vor Preisschock
Ben KönigMehrwertsteuer auf Restaurantmahlzeiten steigt 2024 – Gastronomie warnt vor Preisschock
Die deutsche Regierungskoalition hat einen Vorschlag abgelehnt, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Restaurantmahlzeiten beizubehalten. Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem die während der Pandemie eingeführte temporäre Steuerentlastung auslaufen soll. Wirtschaftsführer kritisieren den Schritt scharf.
Die damalige Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants im Juni 2020 als Teil ihrer Corona-Hilfsmaßnahmen auf 7 % gesenkt. Seither sind die Preise für Restaurantmahlzeiten um 20 % gestiegen.
Die aktuelle Koalition hat nun bestätigt, dass sie die verlängerte Gültigkeit des reduzierten Steuersatzes nicht verlängern wird. Damit kehrt die Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2024 auf das ursprüngliche Niveau zurück – was die Preise um weitere 12 % in die Höhe treiben könnte.
Gerlinde Steingruber, Vorsitzende des MIT-Kreisverbands Solingen, verurteilte die Entscheidung. Sie warnte, die Steuererhöhung werde für die Unternehmen eine Katastrophe bedeuten und schwerwiegende Folgen für Gesellschaft, Staat und Gastronomiebranche haben. Gleichzeitig äußerte Steingruber die Hoffnung, die Koalition könnte ihre Haltung noch überdenken.
Die Mehrwertsteuererhöhung soll zu Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten. Die Restaurantpreise könnten dadurch weiter steigen. Unternehmen und Branchenverbände fordern die Regierung weiterhin auf, ihre Position zu überprüfen.






