Netzwerk gegen Gewalt im Kreis Steinfurt weitet seinen Kampf aus
Langjähriges Netzwerk gegen Gewalt im Kreis Steinfurt benennt sich um – mit erweitertem Auftrag
Das seit Langem bestehende Netzwerk zur Bekämpfung von Gewalt im Kreis Steinfurt hat seinen Namen geändert, um sein erweitertes Aufgabenspektrum widerzuspiegeln. Aus dem bisherigen Runden Tisch gegen häusliche Gewalt wird künftig der Runde Tisch gegen Gewalt im Kreis Steinfurt. Die Umbenennung erfolgt im Zuge der Ausweitung des Engagements: Neben häuslicher Gewalt rücken nun auch andere Formen von Gewalt in der Gemeinschaft in den Fokus.
Das Netzwerk wurde 2005 mit dem Schwerpunkt auf häuslicher Gewalt gegründet. Im Laufe der Jahre ist die Zahl der beteiligten Fachkräfte auf über 50 aus verschiedenen Bereichen angewachsen. Mittlerweile sind Frauenhäuser, Beratungsstellen, Polizei, Gerichte, der Jugendschutz, der Weiße Ring als Opferhilfeorganisation sowie weitere Akteure vertreten.
Auch politische Vertreter:innen, Mitarbeiter:innen der Jobcenter und kommunale Gremien unterstützen die Initiative. Im Gesundheits- und Sozialbereich spielen unter anderem das Mathias-Spital Rheine, Beratungsstellen für den Ausstieg aus der Prostitution sowie Teams der Jugendhilfe eine zentrale Rolle.
Obwohl häusliche Gewalt weiterhin Priorität hat, hat das Netzwerk sein Themenspektrum erweitert. Neu hinzugekommen sind etwa sexualisierte Gewalt und Vorfälle in Schulen. Die Namensänderung unterstreicht diese inhaltliche Weiterentwicklung.
Das umbenannte Netzwerk bleibt eine Plattform für Expert:innen aus dem gesamten Kreisgebiet. Mit mittlerweile über 50 beteiligten Einrichtungen will die Gruppe ein breiteres Spektrum gewalttätigen Verhaltens angehen. Die neue Bezeichnung spiegelt die wachsende Bedeutung des Runden Tisches in den Bereichen Prävention, Unterstützung und Intervention wider.