NRW investiert 305 Millionen Euro in den Ausbau der S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach
Ben KönigNRW investiert 305 Millionen Euro in den Ausbau der S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach
Nordrhein-Westfalen sichert 305 Millionen Euro für den Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln
Nordrhein-Westfalen hat 305 Millionen Euro für die Erweiterung der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln bereitgestellt. Das Projekt, dessen Gesamtkosten nun auf 836 Millionen Euro veranschlagt werden, soll die Gleiskapazität verdoppeln und den Service auf der Strecke deutlich verbessern. Nach Fertigstellung werden die Züge im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit sogar fast alle fünf Minuten.
Zum Ausbau gehört ein zweites Gleis zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie die Modernisierung wichtiger Bahnhöfe. Bergisch Gladbach erhält vier neue Bahnsteige, während der Kölner Hauptbahnhof und der Bahnhof Köln Messe/Deutz jeweils einen zusätzlichen Mittelbahnsteig mit zwei S-Bahn-Gleisen bekommen. Dadurch können Züge abwechselnd auf beiden Seiten halten, was die Taktfrequenz erhöht.
Zudem entsteht im Rahmen der S-Bahn-Optimierungen ein neuer Haltepunkt: Köln-Kalk West. Allerdings verzögert sich das Ziel, das zweite Gleis bis 2032 fertigzustellen, aufgrund von Überschneidungen mit anderen Bauvorhaben.
Die ersten größeren Einschränkungen sind vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 geplant, wenn die Gleise für den Bau eines digitalen Stellwerks in Mülheim gesperrt werden. Die DB InfraGO kann nun mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Anmeldung von Sperrpausen beginnen. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass alle Genehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen werden. Der Bund steuert 531 Millionen Euro zum Projekt bei und übernimmt damit den Großteil der Finanzierung.
Der Ausbau der S11 wird der Kölner Region schnellere und häufigere Verbindungen bescheren. Durch neue Stationen, zusätzliche Gleise und modernisierte Bahnsteige steigt die Kapazität deutlich. Allerdings könnten sich die vollen Vorteile aufgrund von Planungsherausforderungen länger hinziehen als ursprünglich vorgesehen.






