NRW-Städte erleichtern Adoption älterer Hunde durch Steuerbefreiung und weniger Tests
Nina BauerNRW-Städte erleichtern Adoption älterer Hunde durch Steuerbefreiung und weniger Tests
Mehrere Städte in Nordrhein-Westfalen erleichtern die Vermittlung älterer Hunde, indem sie Gebühren und Tests abschaffen. Eitorf hat als jüngste Kommune die verpflichtenden Wesenstests für Rassen gestrichen, die einst als gefährlich eingestuft wurden. Der Schritt folgt ähnlichen Initiativen in Gronau und Troisdorf, wo Steuerbefreiungen bereits zu mehr Adoptionen von Senioren-Hunden aus Tierheimen geführt haben.
Die Bestrebungen, älteren Hunden zu helfen, begannen 2021 in Gronau, als die Stadt erstmals die Hundesteuer für Tiere ab acht Jahren erließ. Troisdorf zog bald nach und strich dauerhaft die Gebühren für Senioren-Hunde aus dem örtlichen Tierheim. Eitorf geht nun noch einen Schritt weiter: Die Kommune schafft sowohl die Hundesteuer als auch die Wesenstests für gelistete Rassen ab – unabhängig vom Alter der Tiere.
Lokale Verantwortliche begrüßen die Änderungen. Ralf Berensmeier, Kreisdirektor und Mitglied im Sozialausschuss, nannte die Entscheidung eine „Erleichterung“. Er hofft, dass dadurch mehr Menschen dazu bewegt werden, ältere Hunde zu adoptieren, die oft aufgrund altersbedingter Gesundheitsprobleme schwerer ein Zuhause finden.
Der Trend breitet sich aus. Auch Behörden in Aachen, Heinsberg und Coesfeld prüfen nun ähnliche Maßnahmen, inspiriert von den positiven Erfahrungen in Gronau und Troisdorf. Weitere Städte könnten bald nachziehen, da Tierheime über steigende Vermittlungszahlen bei Senioren-Tieren berichten.
Die Steuerbefreiungen und gelockerten Regelungen sollen älteren Hunden bessere Chancen auf ein neues Zuhause geben. Mit den jüngsten Änderungen in Eitorf stoßen auch ehemals als gefährlich eingestufte Senioren-Hunde auf weniger Hürden. Der Kurswechsel könnte in der gesamten Region zu mehr Adoptionen führen, wenn weitere Kommunen dem Beispiel folgen.






