NRW-Verkehr bricht zusammen: Ver.di streikt zwei Tage für bessere Arbeitsbedingungen
Sophia FrankeNRW-Verkehr bricht zusammen: Ver.di streikt zwei Tage für bessere Arbeitsbedingungen
Öffentlicher Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen steht am 5. und 6. März still: Ver.di ruft zu zweitägigen Warnstreiks auf
Der öffentliche Verkehr in Nordrhein-Westfalen kommt am 5. und 6. März vollständig zum Erliegen, nachdem die Gewerkschaft Ver.di zu zweitägigen Warnstreiks aufgerufen hat. Hintergrund sind anhaltende Tarifkonflikte, die rund 30.000 Beschäftigte im kommunalen Verkehrssektor der Region betreffen. Pendler müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen, da Busse und Bahnen während des Ausstands nicht fahren werden.
Betroffen sind unter anderem zentrale Verkehrsbetriebe wie die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) und die Rheinbahn AG. Ver.di fordert unter anderem zusätzliche Erholungstage, die Garantie, dass Schichten am selben Ort beginnen und enden, sowie finanzielle Zulagen für die Mitarbeiter. Wie Peter Büdicker, bei Ver.di zuständig für Bus und Bahn, erklärt, setzen chronischer Personalmangel und hohe Krankheitsstände die Belegschaft seit Langem unter enormen Druck.
Für den 6. März ist eine große Kundgebung in Dortmund geplant, bei der Gewerkschaftsmitglieder für ihre Forderungen mobilisieren wollen. Die Verhandlungen zwischen Ver.di und den Arbeitgebern gehen in die dritte Runde – sie finden am 11. und 12. März ebenfalls in Dortmund statt. Die Gewerkschaft betont, die Streiks seien notwendig, um die Zukunft des lokalen Nahverkehrs im gesamten Bundesland zu sichern.
Fahrgäste müssen sich während des 48-stündigen Ausstands auf erhebliche Verspätungen und Ausfälle einstellen. Die Aktion reiht sich in frühere Streiks ein, wobei Ver.di erneut darauf hinweist, dass bessere Arbeitsbedingungen unverzichtbar seien, um zuverlässige Verkehrsleistungen aufrechtzuerhalten.
Der zweitägige Streik wird den Großteil der Busse und Bahnen in Nordrhein-Westfalen lahmlegen. Zwar sind für nächste Woche weitere Gespräche angesetzt, eine Einigung ist jedoch noch nicht in Sicht. Pendler sollten sich angesichts des anhaltenden Konflikts auf alternative Verkehrsmittel einstellen.






