Ohligser Stadtring: Warum Senioren gegen die Bus-Sperrung kämpfen
Der Streit um den Ohligser Stadtring in Solingen hat sich zugespitzt, nachdem sich die Grünen Senioren hinter den aktuellen Verkehrsplan gestellt haben. Sie argumentieren, dass Vorschläge, die Lennestraße komplett für Busse zu sperren, ältere Anwohner benachteiligen würden. Die Debatte hatte 2022 mit Entlastungsplänen für den Verkehr begonnen, verzögert sich seitdem jedoch durch Widerstände lokaler Vereine und Verbände.
Das Stadtring-Projekt wurde ursprünglich 2022 vorgeschlagen, um Staus im Stadtteil Ohligs zu verringern. Doch bereits 2023 führten Bedenken wegen möglicher Umweltschäden und steigender Kosten zu Protesten, sodass eine Entscheidung frühestens 2025 erwartet wird. Lokale Initiativen legten daraufhin Alternativkonzepte vor: Die Ohligser Jongens forderten einen Ausbau der Buslinien, die ISG schlug Fußgängerzonen mit Radwegen vor, und die OWG plädierte für einen kleineren Ring mit elektrischen Shuttles.
Die Grünen Senioren lehnen diese Forderungen nun ab. Sie warnen, dass eine Sperrung der Lennestraße für Busse die Haltestelle "Ohligs Markt" wegfallen ließe – ältere Menschen müssten dann weitere Wege zu Fuß zurücklegen. Besonders für diejenigen, die Einkäufe tragen oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, wäre dies eine erhebliche Belastung.
Stattdessen unterstützt die Gruppe den bestehenden Verkehrsplan. Sie betrachtet ihn als fairen Kompromiss, der zwar den Busverkehr auf der Lennestraße reduziert, aber wichtige Anbindungen an die Innenstadt erhält.
Die Grünen Senioren stellen die Diskussion in den Kontext sozialer Gerechtigkeit und betonen, dass Verkehrsänderungen für alle Altersgruppen praktikabel sein müssen. Ihre Haltung hält die Debatte um den Stadtring am Leben – eine Lösung ist vor 2025 nicht in Sicht. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob ältere Bewohner auch künftig einen barrierefreien Zugang zu den Bussen im Zentrum von Ohligs behalten.






