Paderborner Frauen verlieren über 140.000 Euro durch raffinierten Online-Betrug
Ben KönigPaderborner Frauen verlieren über 140.000 Euro durch raffinierten Online-Betrug
Zwei Frauen aus Paderborn haben angezeigt, Opfer ausgeklügelter Online-Betrugsmaschen geworden zu sein. Die Vorfälle, die derzeit von der Polizei untersucht werden, führten zu Gesamtverlusten von über 140.000 Euro. Beide Fälle verdeutlichen die wachsende Gefahr digitaler Betrugsversuche, die gezielt verletzliche Personen ins Visier nehmen.
Die erste Geschädigte, eine 23-jährige Frau, wurde dazu gebracht, ihre Online-Banking-Daten preiszugeben, nachdem sie über eine Messaging-Plattform eine gefälschte Gewinnbenachrichtigung erhalten hatte. Sie übermittelte ihre vollständigen Zugangsdaten, woraufhin die Betrüger ihr Konto um mehr als 60.000 Euro leerten. Die Behörden haben das Konto inzwischen gesperrt und arbeiten mit den Banken zusammen, um die Transaktionen über eine Rückbelastung rückgängig zu machen.
Im zweiten Fall verlor eine 68-jährige Frau über 80.000 Euro an sogenannte Love-Scammer. Die Betrüger, die sich als verletzter US-Soldat im Nahen Osten ausgaben, nahmen über Facebook Kontakt zu ihr auf und bauten über einen längeren Zeitraum Vertrauen auf. Ermittler konnten die E-Mail-Konten der Täter bis nach Nigeria zurückverfolgen und ordneten die Straftat der sogenannten Nigerianischen Connection zu – einem bekannten Zentrum für Online-Betrug.
Beide Opfer erstatteten bei der Paderborner Polizei Strafanzeige, die nun Hinweisen nachgeht, um das gestohlene Geld zurückzuholen und die Verantwortlichen zu identifizieren.
Die beiden Fälle werden weiterhin aktiv untersucht. Die Polizei arbeitet mit Finanzinstituten zusammen, um die gestohlenen Gelder zu verfolgen und weitere Überweisungen zu verhindern. Die Behörden warnen die Bevölkerung weiterhin vor den Risiken, persönliche oder finanzielle Daten online preiszugeben – insbesondere an unbekannte Kontakte.






