Polizei Bonn ahndet fehlende Winterreifen – 11 Verstöße bei 140 Kontrollen
Sophia FrankePolizei Bonn ahndet fehlende Winterreifen – 11 Verstöße bei 140 Kontrollen
Bei einer aktuellen Verkehrskontrolle in Bonn stellte die Polizei fest, dass einige Autofahrer nach wie vor ungeeignete Reifen für winterliche Bedingungen nutzen. Die Beamten überprüften 140 Fahrzeuge und entdeckten bei 11 Fahrzeugen keine vorschriftsmäßigen Winterreifen. Für die Verstöße drohen nun Bußgelder und verwaltungsrechtliche Maßnahmen.
In Deutschland sind Winterreifen gesetzlich vorgeschrieben, sobald Straßen von Eis, Schnee, Schneematsch, Reif oder Glätte betroffen sind. Die L331 bei Königswinter-Ittenbach musste wegen Glatteis vorübergehend gesperrt werden – ein deutlicher Hinweis auf die Gefahren mangelnder Haftung. Sommerreifen verlieren bereits bei Temperaturen unter 7°C deutlich an Wirkung, was den Bremsweg erheblich verlängert.
Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h kommt ein Auto mit Winterreifen nach etwa 35 Metern zum Stehen, während Sommerreifen rund 45 Meter benötigen. Wer ohne passende Bereifung unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen; zudem können weitere Verfahren eingeleitet werden. Kommt es zu einem Unfall, steigt die Strafe auf 120 Euro, zudem wird ein Punkt in Flensburg eingetragen.
Wintertaugliche Reifen, die mit dem Alpine-Symbol (Schneeflocken-Berg-Piktogramm) gekennzeichnet sind, sind von Oktober bis Ostern zugelassen. Ganzjahres- oder Allwetterreifen dürfen nur bis Ende September 2024 genutzt werden. Die Behörden empfehlen Winterreifen ausdrücklich für mehr Sicherheit bei Kälte und rutschigen Straßenverhältnissen.
Das Gesetz schreibt die Verwendung geeigneter Reifen bei winterlichen Bedingungen vor, um Unfälle zu vermeiden und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Wer ohne sie erwischt wird, muss mit Strafen und möglichen Punkten in Flensburg rechnen. Die Polizei kontrolliert weiterhin in der gesamten Region die Einhaltung der Vorschriften.
