PPWR 2030: Warum 90 % der Unternehmen die EU-Verpackungsregeln noch nicht erfüllen
Finn HoffmannPPWR 2030: Warum 90 % der Unternehmen die EU-Verpackungsregeln noch nicht erfüllen
Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) wird bis 2030 rechtlich verbindlich und betrifft Hersteller, Händler und Logistikunternehmen in ganz Europa. Doch Studien zeigen: Nur jedes zehnte Unternehmen erfüllt derzeit die grundlegenden Anforderungen. Viele Betriebe kämpfen mit der Vorbereitung – obwohl die Frist unaufhaltsam näher rückt.
Eine aktuelle Untersuchung offenbart erhebliche Defizite bei der Umsetzungsbereitschaft. Unternehmen mit fundierten Kenntnissen der Vorschriften erreichen eine durchschnittliche Implementierungsquote von 59 %. Bei denen mit geringem Wissen liegt sie dagegen bei nur 36 %. Fast die Hälfte aller Firmen überschätzt ihren eigenen Fortschritt und glaubt, weiter zu sein, als es tatsächlich der Fall ist.
Die größten Hürden sind Zeitmangel, Zweifel an der Machbarkeit und Sorgen über die Kosten. Hinzu kommen operative Herausforderungen, etwa bei der Einbindung von Geschäftspartnern und der Sicherstellung hochwertiger Daten. Über 70 % der Unternehmen fordern praktische, klarere Leitlinien, um die Einhaltung der Verordnung zu erleichtern.
Ziel der PPWR ist es, Transparenz, Wiederverwendung und Rückverfolgbarkeit in den Verpackungs-Lieferketten zu stärken. Experten raten Unternehmen, jetzt mit dem Aufbau sauberer Datenbanken und der Definition klarer Verantwortlichkeiten zu beginnen. Diese Schritte bilden die Grundlage für die Konformität vor dem Stichtag 2030.
Die Fachpack, die vom 23. bis 25. September 2025 stattfindende Fachmesse für Verpackung, Technologie und Prozesse, wird die PPWR in den Mittelpunkt stellen. Hier haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Fragen zu klären und Lösungsansätze zu finden.
Mit der PPWR stehen die Weichen für neue Verpackungsstandards – doch die Zeit wird knapp. Wer frühzeitig Datenmanagement und Partnerschaften optimiert, wird die Anforderungen besser erfüllen können. Die anstehende Fachpack könnte dringend benötigte Klarheit bringen, während sich die Wirtschaft auf die 2030er-Frist vorbereitet.






