26 March 2026, 08:06

Radfahrer rast mit 59 km/h durch 30er-Zone – und übertrifft viele Autofahrer

Ein Schild mit der Aufschrift 'Geschwindigkeit reduzieren Gefahrenzone Schule vor' mit einer Person daneben, Bäumen, Strommasten, Drähten, einem Haus und dem Himmel im Hintergrund.

Radfahrer rast mit 59 km/h durch 30er-Zone – und übertrifft viele Autofahrer

Geschwindigkeitskontrolle in Nachrodt-Wiblingwerde bringt überraschende Ergebnisse

Bei einer kürzlichen Geschwindigkeitsüberwachung in Nachrodt-Wiblingwerde gab es einige überraschende Feststellungen. Am 18. März 2026 kontrollierten Beamte den Verkehr in der Nähe einer Schule, einer Sporthalle und eines Schwimmbads – alles Bereiche, in denen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gilt. Während die meisten Verstöße von Autofahrern begangen wurden, stieg ein Radfahrer als einer der schnellsten Verkehrsteilnehmer des Tages hervor.

Insgesamt wurden 587 Fahrzeuge gemessen, davon fielen 52 in den Verwarnungsbereich, 18 erhielten ein Bußgeld. Ein Autofahrer musste mit einem vorübergehenden Fahrverbot rechnen, nachdem er mit 72 km/h geblitzt wurde – mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit. Besonders ungewöhnlich: Ein Radfahrer wurde mit 59 km/h erfasst und überschritt damit deutlich die für alle Verkehrsteilnehmer – inklusive Radfahrer – geltende Begrenzung.

Für zu schnelle Radfahrer drohen in der Regel Geldbußen zwischen 15 und 35 Euro. In diesem Fall könnte die Behörde dem Verursacher zusätzlich einen Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg eintragen, falls die Geschwindigkeit eine nachgewiesene Gefahr darstellte. Solche Kontrollen sind nicht ungewöhnlich, doch immer wieder sorgen skurrile Fälle für Schlagzeilen. In Leipzig wurde etwa einmal ein gefälschtes Tempolimit-Schild aufgestellt, um Autofahrer in eine Radarfalle zu locken. Andernorts erhielt eine Frau ein Bußgeld, während sie auf dem Rücksitz eines fahrenden Autos saß. Ein Schreibfehler in Köln führte sogar dazu, dass ein Autofahrer für einen geringfügigen Geschwindigkeitsverstoß statt 75 Euro ganze 7.500 Euro zahlen sollte.

Durchschnittsgeschwindigkeiten der anderen Fahrzeuge wurden nicht veröffentlicht, und auch zum Fall des Radfahrers liegen keine weiteren Details vor.

Die Aktion unterstreicht, dass Tempolimits für alle Verkehrsteilnehmer gelten – unabhängig vom Fortbewegungsmittel. Ob Autofahrer oder Radfahrer: Bei Überschreitungen drohen Bußgelder, Verwarnungen oder sogar Punkte in Flensburg. Die Ergebnisse erinnern zudem an die gelegentlichen Kuriositäten, die bei Verkehrskontrollen in Deutschland auftreten können.

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