Rassistischer Angriff im Zug: Fahrgast beißt und schlägt Schaffner zusammen
Nina BauerRassistischer Angriff im Zug: Fahrgast beißt und schlägt Schaffner zusammen
Routine-Kontrolle eskaliert: Fahrgast greift Schaffner an
Eine routinemäßige Ticketkontrolle in einem Zug endete am Donnerstagnachmittag in Gewalt, als ein 42-jähriger Fahrgast einen Schaffner angriff. Der Vorfall ereignete sich gegen 14:15 Uhr am Bahnhof Gelsenkirchen-Rotthausen auf der S2-Linie. Die Polizei wurde von der Leitstelle der Deutschen Bahn alarmiert und rückte umgehend aus.
Der Streit begann, als der Schaffner den Mann nach seinem Fahrradticket fragte. Zwar besaß der 42-Jährige ein gültiges Deutschlandticket, ihm fehlte jedoch der erforderliche Zusatzschein für sein Rad. Statt einlenken zu können, beleidigte er den Bahnmitarbeiter rassistisch und riss ihm die Unterlagen aus der Hand.
Die Situation spitzte sich zu, als sich der Fahrgast drohend vor den Eisenbahnangestellten stellte. Als der 31-jährige Mitarbeiter versuchte, ihn zurückzudrängen, schlug der Mann ihm ins Gesicht. Während des Handgemenges biss er den Schaffner zudem in den Arm und den Rücken.
Die hinzugezogene Polizei trennte die beiden Männer. Der Schaffner erlitt mehrere Verletzungen und musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Beamten sicherten Videoaufnahmen aus dem Zug als Beweismaterial. Gegen den 42-Jährigen, einen in Gelsenkirchen lebenden Nigerianer, wird nun wegen Körperverletzung ermittelt.
Der angegriffene Schaffner befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung. Die Behörden werten weiterhin die Beweise aus, darunter die Videoaufzeichnungen aus dem Zug. Die Tat des Verdächtigen hat ein förmliches Ermittlungsverfahren zur Folge.






