28 April 2026, 18:13

Rauchbombe in Bergisch Gladbach: Familienstreit löst Großeinsatz aus

Eine Zeichnung eines rauchenden Gebäudes, wahrscheinlich ein Luftschutzbunker, auf Papier mit handgeschriebener Text.

Rauchbombe in Bergisch Gladbach: Familienstreit löst Großeinsatz aus

Familienstreit in Bergisch Gladbach eskaliert: Rauchbombe löst Großeinsatz aus

Ein gewaltsamer Familienstreit in Bergisch Gladbach hat sich am Montag zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte ausgeweitet. Auslöser war ein 32-jähriger Mann, der während einer Auseinandersetzung mit seinem 77-jährigen Vater angeblich eine Rauchbombe gezündet haben soll. Nachdem dichter Rauch das Treppenhaus des Gebäudes gefüllt hatte, rückten Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei in großer Zahl an.

Die Konfrontation spielte sich in einer Wohnung in der Hauptstraße ab. Augenzeugen berichteten, der Sohn habe die Rauchbombe entzündet und auf seinen Vater geworfen. Dieser soll das Gerät daraufhin weggestoßen haben, woraufhin es in den Flur rollte und dort eine Fußmatte in Brand setzte. Der entstehende Rauch verbreitete sich im Fluchtweg und füllte das Treppenhaus mit dichten Schwaden.

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Als die Feuerwehr eintraf, befanden sich mehrere Anwohner in ihren Wohnungen in einer ausweglosen Situation. Einige winkten verzweifelt von Balkonen und Fenstern um Hilfe, andere blieben in ihren Räumen. Die Einsatzkräfte retteten vier Personen aus dem Gebäude und evakuierten das Haus. Rund 40 Rettungskräfte, darunter Sanitäter und Polizisten, waren vor Ort im Einsatz.

Zehn Menschen wurden wegen möglicher Rauchgasbelastung medizinisch versorgt. Der 77-jährige Vater erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Die Behörden bestätigten, dass sich das Feuer nicht über die Fußmatte hinaus ausbreitete und das Gebäude keine strukturellen Schäden davontrug.

Gegen den Sohn ermittelt die Polizei nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Zudem wurde gegen ihn ein 14-tägiges Annäherungsverbot verhängt.

Der Vorfall sorgte für erhebliche Unruhe in der Innenstadt, blieb jedoch ohne schwere Verletzungen. Die Ermittler werden nun die Umstände klären, die zur Zündung der Rauchbombe und dem anschließenden Brand führten. Das Annäherungsverbot bleibt vorerst bestehen.

Quelle