11 May 2026, 02:09

Recklinghäuser Polizisten setzen sich mit NS-Verbrechen der Ordnungspolizei auseinander

Weltkartenplakat, das Standorte von navalen kriminalpolizeilichen Dienststellen mit farbcodierten Regionen und erklärendem Text hervorhebt.

Recklinghäuser Polizisten setzen sich mit NS-Verbrechen der Ordnungspolizei auseinander

Frisch ausgebildete Polizistinnen und Polizisten aus Recklinghausen haben eine Ausstellung über die dunkle Geschichte der deutschen Ordnungspolizei während des Zweiten Weltkriegs besucht. Der Besuch in der Villa ten Hompel in Münster soll den Nachwuchskräften die Verbrechen der Vergangenheit vor Augen führen und ihr Bekenntnis zu den verfassungsmäßigen Werten stärken. Polizepräsidentin Friederike Zurhausen begleitete die Beamten, um die Bedeutung dieser Auseinandersetzung mit der Geschichte zu unterstreichen.

Die unter dem Titel „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ stehende Ausstellung beleuchtet die Rolle der uniformierten Polizei bei Kriegsverbrechen, darunter die Völkermorde an Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma. Gleichzeitig zeigt sie auf, wie diese Vergangenheit aufgearbeitet wird. Die Recklinghäuser Polizeidirektion ist eng mit dieser Geschichte verbunden: Einer ihrer Bataillone war in die Gräueltaten verstrickt.

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Der Besuch ist Teil einer regelmäßigen Dialogveranstaltung für neue Polizeikräfte nach ihrer Ausbildung. Zurhausen bezeichnete ihn als Möglichkeit, die Beamten dazu anzuregen, ihren „moralischen Kompass“ zu hinterfragen und wachsam gegenüber Bedrohungen für die Demokratie zu bleiben. Die Erfahrung solle ihr Engagement für die verfassungsmäßigen Grundsätze Deutschlands festigen, betonte sie.

Bis Ende 2024 werden alle neu versetzten Beamten sowie das Verwaltungspersonal die Ausstellung besucht haben. Mit der Initiative soll sichergestellt werden, dass künftige Polizeigenerationen ihre Verantwortung beim Schutz demokratischer Werte verstehen.

Das Programm wird künftig fester Bestandteil der Polizeiausbildung in Recklinghausen bleiben. Die Beamten sollen die Lehren aus der Ausstellung in ihren Berufsalltag tragen und so ihre Rolle bei der Wahrung der Verfassungsrechte stärken. Die Besuche zielen darauf ab, durch Bewusstseinsbildung und Verantwortungsübernahme eine Wiederholung der Geschichte zu verhindern.

Quelle