Rewe-Chef Souque erklärt: Warum nicht alle Preise trotz Steuersenkung fallen
Sophia FrankeRewe-Chef Souque erklärt: Warum nicht alle Preise trotz Steuersenkung fallen
Rewe-Chef Lionel Souque hat sich zu den geplanten Steuersenkungen geäußert und erklärt, wie die Supermarktkette damit umgehen wird. Zwar würden die Preise für einige Produkte sinken, doch warnte er davor, dass nicht alle Artikel günstiger werden. Gleichzeitig kritisierte er scharf große Markenhersteller, die trotz gesunkener Rohstoffpreise ihre Kosten nicht anpassen würden.
Souque betonte, dass Rewe die Preise nicht bei Einzelprodukten, sondern über das gesamte Sortiment hinweg anpassen werde. Als Beispiel nannte er die hauseigene 100-Gramm-Einstiegs-Schokoladentafel, deren Preis zunächst von 89 auf 79 Cent gesenkt worden sei. Bei Markenartikeln sehe die Lage jedoch anders aus.
Besonders hart ging er mit Unternehmen wie Lindt und Mondelez ins Gericht, die trotz rückläufiger Kakaopreise ihre Verkaufspreise hochhielten. So sei etwa bei Milkas Alpenmilch-Schokolade das Gewicht reduziert worden – ohne dass der Preis sank. Dadurch sei es unmöglich, das Produkt unter 1,99 Euro anzubieten. Souque warf den großen Marken vor, die Ersparnisse für Verbraucher trotz gesunkener Rohstoffkosten hinauszuzögern.
Die Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden unterstreichen die wachsende Kluft zwischen Handel und Markenherstellern in der Preispolitik. Während Rewe die Steuervorteile in einigen Bereichen an die Kunden weitergeben will, könnten Markenartikel diesem Trend nicht folgen. Für Verbraucher könnte das bedeuten: gemischte Ergebnisse, wenn die Änderungen in Kraft treten.






