Ruhrgebiet startet Millionenprojekt gegen Klimafolgen mit dem KRIS-Programm
Finn HoffmannRuhrgebiet startet Millionenprojekt gegen Klimafolgen mit dem KRIS-Programm
Städte im Ruhrgebiet ergreifen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel – unterstützt durch eine neue Förderinitiative. Das KRIS-Programm fördert Projekte, die städtische Räume widerstandsfähiger machen, indem versiegelte Flächen reduziert und das Wassermanagement verbessert werden. Essen hat bereits drei zentrale Gebiete für die Umgestaltung im Rahmen des Programms ausgewählt.
Das KRIS-Förderprogramm richtet sich an alle 53 Städte und Gemeinden im Regionalverband Ruhr (RVR) und zielt auf die Klimafolgenanpassung ab. Bis 2030 sollen die beteiligten Kommunen Veränderungen umsetzen, um Extremwetter besser zu bewältigen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Städte zunächst besonders gefährdete Klimafolgenanpassungszonen in ihrem Gebiet ausweisen.
Der Essener Stadtrat hat drei Stadtteile für das Programm ausgewählt: Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein. Diese Gebiete wurden aufgrund ihrer besonderen Anfälligkeit für Klimafolgen ausgewählt, wo wasserbasierte Lösungen einen spürbaren Unterschied machen können.
Ziel der Initiative ist es, 25 Prozent der versiegelten Flächen in diesen Zonen vom Mischwassersystem zu trennen. Dadurch soll die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden. Bis zu ein Viertel der bisher angeschlossenen Flächen kann aus dem Entwässerungsnetz genommen werden, was die Belastung bei Starkregen verringert.
Das KRIS-Programm setzt auf praktische Veränderungen der städtischen Infrastruktur. Durch die Reduzierung von Kanalanschlüssen und die Förderung der Verdunstung sollen Städte wie Essen besser auf klimatische Herausforderungen vorbereitet werden. Langfristig geht es darum, im gesamten Ruhrgebiet nachhaltigere und anpassungsfähigere urbanen Räume zu schaffen.






